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Rückblick auf die vergangenen Jahre (2006)

In der Geschichte der Laufgruppe Niederamt halten wir Besonderes fest. Unsere Läuferinnen und Läufer sind auch als Fotografen unterwegs und bringen damit die Eindrücke von unterwegs den Daheimgebliebenen etwas näher.

Stöbere in der Vergangenheit und finde interessante Beiträge.

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LG Niederamt 2006 - Schneeschuh-Erlebnistour in Oberiberg


Berichte 2006

Training am Stephanstag
Schlusshock
Lauftage in Riehen
Hallwilersee-Lauf
Swiss-Jura-Marathon
Baldeggersee-Lauf
Frauenlauf
Zürich-Marathon
GP Fricktal
Waldlauf Bösigen
Schneeschuh-Erlebnistour
GV Laufgruppe Niederamt


Elisabeth Müller Locher und Bruno Locher freuen sich, ihre am 9. Mai geborene Tochter Sara auf einem Teil ihres Lebensweges begleiten zu dürfen.

Nicole Feer und Cédric Hagmann haben geheiratet. Die kirchliche Trauung fand am 27. Mai 2006 um 15.00 Uhr in der Klosterkirche Olten statt. Wir gratulieren herzlich und wünschen viel Glück für die gemeinsame Zukunft!


Training am Stephanstag

Alle Jahre wieder treffen sich einige (es werden immer mehr) Vereinsmitglieder zum ausgedehnten "Guetzli-Abbau-Training". Dieser lockere Longjog hat bereits schon Tradition und wird bei jeder Witterung durchgeführt. Das Interesse scheint immer grösser zu werden, denn dieser ca. 2-stündige Ausflug in die Natur des Froburggebietes hilft, die über die Weihnachtstage angefutterten Kalorien (Fette) abzubauen, um dann mit gutem Gewissen den Jahreswechsel feiern zu dürfen.

Auch an diesem 26. Dezember machen sich 21 Läuferinnen und Läufer auf die Strecke mit ihren ca. 480 Höhenmetern. In zwei Gruppen (12 + 9 Personen) joggen wir bei trockener, leicht bisiger Wetterlage ab Obergösgen los in Richtung Hochnebeldecke. Zuerst entlang des Eibaches, dann über den Balmis, quer durch Mahren hindurch und hinauf gegen das Schloss Wartenfels. Kurz davor links weg und im Wald des Dottenberges hoch bis zur Sunnenweid. Je mehr wir in den Nebel eintauchen, desto weisser wird die Landschaft um uns herum. Von den Ästen hangen immer längere Kristallnadeln und auf dem Weg wird die weisse "Schneeschicht" immer tiefer. Eigentlich fehlen jetzt nur noch die Sonnenstrahlen zwischen den Baumkronen, dann wäre das Winterbild perfekt. Diese lässt uns aber kläglich im Stich.

Trotzdem wird im Nebel und der mit Rauhreif übersäten Winterlandschaft ein Erinnerungsfoto geknipst, als Beweis dafür, dass wir noch im alten Jahr am "ersten Schnee" schnuppern konnten. Weiter, vorbei am Sendeturm, geht’s langsam wieder abwärts. Unterwegs wird, so gut es der Atem zulässt, angeregt über Dies und Jenes diskutiert.
Das Restaurant Froburg lassen wir rechts liegen und erreichen, vorbei an der Ruine, das Kreuz auf dem Felskopf der Geissflue. Leider ohne Aussicht, da wir direkt im Nebel stecken. Dank des technischen Wunderwerkes am Arm von Beat können wir bei ihm alle gewünschten Daten über die Wegstrecke (oder allerlei andere Werte) abfragen. Um nicht auszukühlen und dem Beginn des Schlotterns entgegen zu wirken, machen wir uns auf den weiteren Abstieg. Hinunter durch den Wald über Bantli, Mahrenacher, Eggrain, Ankenmatt, Wilmatt, Holz und Neufeld erreichen wir von Winznau her in gut zwei Stunden unseren Ausgangsort in Obergösgen. Dort treffen wir auf die kurz vor uns angekommene zweite Gruppe bei ihren Dehnübungen. Nach gegenseitigem Händeschütteln und guten Neujahrswünschen machen wir uns auf den Heimweg, um ein feines Nachtessen für 12 geladene Gäste auf den Tisch zu zaubern. Es hat ja schliesslich jetzt wieder Platz gegeben in unseren Energiespeichern!

Prosit Neujahr

Christian

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Schlusshock













 


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Lauftage in Riehen - Ekiden-Marathon - 28./29.10.2006

Alle Jahre wieder trifft sich die LG Niederamt am letzten Oktober-Sonntag zum bereits fest ins Vereinsprogramm integrierten "Ekiden-Marathon" in Riehen bei Basel. Auch dieses Jahr stellten sich wieder 18 Läuferinnen und Läufer in drei Mannschaften dieser Herausforderung, zusammen in einem 6-er Team, die Marathondistanz von genau 42.195 km zu meisten. Es steht dabei nicht das Erreichen eines Spitzenresultates im Vordergrund, sondern es zählt ganz alleine das Gruppenerlebnis. Dabei wird jeder Einzelne während seinem Einsatz auf der Laufstrecke von seinen Mannschaftskameraden lautstark unterstützt und zu einer maximalen Laufleistung angetrieben. Jede und jeder gibt sein Bestes auf seiner 10.6, 9.8, 4.9 oder 7.0 km langen Runde.

Es macht Freude zu sehen, wie sich jeder Einzelne für sein Team engagiert. Am Schluss ist jeder ein Sieger, denn ein Stück Lebensqualität haben alle gewonnen.
Unterwegs zu sein in der herbstlich verzauberten Landschaft in den "Langen Erlen" bringt trotz körperlicher Anstrengung eine tiefe innere Befriedigung. Es tut gut, in den eigenen Körper hineinzuhören und das Gefühl zu haben, mit regelmässigen Atemzügen und harmonischem Schritt leichtfüssig über den Boden zu gleiten. Diese Momente, auch wenn sie manchmal nur von kurzer Dauer sind, lassen doch immer wieder Glücksgefühle aufsteigen. Positive Gedanken helfen, zwischenzeitliche Krisen zu überbrücken. Ist dann das Ziel erreicht und das Stafettenband dem nächsten Laufkameraden übergeben, bleibt die Gewissheit, etwas Gutes für die Gesundheit und das Gesellschaftliche getan zu haben.

Später, wenn alle ihre Strecke gemeistert haben, wird zusammen analysiert und gerechnet. Die Addition aller Laufabschnitte hat ergeben, dass die Mixed-Mannschaft LGN 2 mit der Zeit von 3:09:33 den 21. Rang belegt hat. Mit 30 Sekunden Rückstand platzierte sich die Masters - Gruppe der LGN im Rang 15. In der Zeit von 3:19:46 erkämpfte sich das 3. Team Platz 28.

Wir haben es nicht bereut, auch dieses Jahr wieder am Ekiden-Marathon dabeigewesen zu sein, denn nicht ohne Grund haben wir schon zum 13. mal hintereinander daran teilgenommen. Es wird auch nächstes Jahr wieder mit uns zu rechnen sein!

Folgende Läuferinnen und Läufer haben sich erfolgreich eingesetzt:

LGN 1 Mixed: 3:19:46 Std. Daniela Moor, Bruno Locher, Dirk Huneke,
Ruth Püntener, Christian Schlosser, Zita Häfeli.

LGN 2 Mixed: 3:09:33 Std. Beat Stauber, Veronika Grimm, Ursula Baer,
Karin Kissling, Ruedi Künzli, Hans-Peter Haas.

LGN Masters: 3:10:03 Std. Gerhard Berger, Hans Frank, Fritz Deppeler, 
Evelyne Scheuss, Christian Schacher, Gerold Weibel.

Einzelmarathon:

Tags zuvor, am Samstag um 10.00 Uhr, war der Start zum Einzel - Marathonlauf.
Bei schönstem Herbstwetter und optimalen Bedingungen startete der nicht ganz unbekannte LGN Läufer Christian Schacher zu diesem Schweizermeisterschafts-Lauf.
Nach anfänglich gut eingeteiltem Rennen, auf eine Zeit knapp unter 3 Stunden ausgerichtet, verkrampften sich seine Muskeln zu sehr und er musste ab km 36 das Tempo zwangshalber etwas reduzieren.
Die Zeit nicht ganz geschafft, aber mit 3:03:07 durfte er dennoch bei der Rangverkündigung in seiner Kategorie M50 die broncene Auszeichnung in Empfang nehmen.

Resultat Marathon - Schweizermeisterschaft, Kategorie M50:

1. Rang: Sämi Schmid, Frauenfeld 2'53'03
2. Rang: Erich Reuteler, Interlaken 3'01'25
3. Rang: Christian Schacher, Däniken 3'03'07

Christian Schacher

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Hallwilerseelauf - 14. Oktober 2006

Tropfenzählersystem am Hallwilerseelauf eingeführt
Wenn der Begriff nicht dermassen unpopulär besetzt wäre, ich hätte den diesjährigen Bericht über den Hallwilerseelauf mit „Mein Kampf“ betitelt. Ich hatte keine Beine, nicht den passenden Kopf dazu, der Magen stellte sich quer, ich hatte dauernd das Gefühl, ich hätte Falten in der Socke und das Laufen komplett verlernt, zuwenig getrunken und zuviel gegessen oder umgekehrt, kurz: es war gar nicht mein Tag, oder ein „jour sans“, wie die Franzosen zu sagen pflegen, obwohl ich mich immer frage, ohne was denn eigentlich genau. Ich schleppte mich über die Strecke und versuchte dauernd, mein Gehirn irgendwie zu beschäftigen und abzulenken, was aber etwa der Aufgabe entsprach, ein verzogenes Kind irgendwie von seinem ursprünglichen Wunsch abzulenken und Alternativen anzubieten. So hatte ich zwischen km 18 und 19 eine Trotzphase durchzustehen, die mir von einer Kinderkrippe voller 3-jähriger tiefen Respekt eingebracht hätte. Ich wollte nicht mehr laufen, ich wollte endlich im Ziel sein. Es nutzte nichts, ich musste da durch. Ich hakte den Lauf als ein weiteres Steinchen im Mosaik der Lebensschulung ab und werde mich nur noch an das Positive erinnern.

Denn eigentlich war alles optimal: Das Wetter entsprach bestem Läuferwetter, nicht zu warm, nicht zu kalt, trocken. Das OK des Hallwilerseelaufs hatte seine Hausaufgaben gemacht: Es gab einen Chip an den Schuh, eine Matte am Start, eine in der Hälfte der Strecke und eine im Ziel, die „Finisher“-Weste bereits am Start, einen neuen Teilnehmerrekord (über 5400 TeilnehmerInnen), begeisterte Zuschauermassen beim Schloss und eine Startnummer mit dem Namen drauf, und... dafür war ich echt dankbar, einen Zieleinlauf auf Asphalt. Das Startprozedere erinnert stark an das Tropfenzählersystem beim Gotthardtunnel und hat die Kolonnen nicht aufgelöst, aber erträglicher gemacht.

Dazu gab es echte Highlights: 1. Die Mitglieder der Laufgruppe, die einen ermutigend und herzlich anfeuerten. Vielen Dank, das hat wirklich gutgetan. 2. Eine Episode: „... plötzlich ruft jemand hinter mir: Ist das Niederamt in der Schweiz? Es dauert einige Sekunden, bis ich merke, dass sich diese Frage auf mein Shirt bezieht, erkläre dem Laufkollegen, wo das Niederamt liegt und meine, dass er diese Frage streng genommen nicht auf schweizerdeutsch hätte stellen dürfen, wenn er davon ausgeht, dass sich das Niederamt im benachbarten deutschsprachigen Ausland befinde. Er sei aus dem Tösstal, erklärt er sich und erzählt, dass er jetzt zum 17. Mal hier sei und schon zum 22. Mal am Greifenseelauf, der eine aber nicht so schön wie der andere sei, und er eigentlich seine Teilnahmen an Läufen nicht zählen würde. Dann fragt er übergangslos und ohne Vorwarnung, ob ich einen Mixer dabeihabe. Ich gehe davon aus, dass ich die Frage nicht richtig verstanden habe und spare mir eine Antwort (wir laufen immer noch im Renntempo und mein Atem ist entsprechend kostbar). Er habe eine halbe Banane bei sich (er öffnet seine Hand und zeigt mir ein schwarzes, verknautschte Ding) und er möchte diese gerne mixen, sie rutsche dann einfach besser, womit er unzweifelhaft recht hat und beginnt, die Leute am Strassenrand anzuquatschen, ob sie denn nicht zufälligerweise einen Mixer bei sich hätten. Ich wünsche dem Laufkollegen, dass er Erfolg gehabt mit seiner Suche, ansonsten ich etwas besorgt davon ausgehen muss, dass der arme Kerl noch heute an den Gestaden des Hallwilersees herumirrt und in nicht allzu ferner Zeit wird das hartnäckige Gerücht umgehen, dass hie und da ein Gespenst mit Ostschweizer Dialekt aus den Nebeln des Hallwilersees auftaucht, zutiefst erschrockene Jogger und Hundehalter verzweifelt nach makabren Haushaltgeräten fragt und dabei traurig mit seiner Startnummer flattert.


Die Laufgruppe Niederamt lief (alle ohne Mixer):

Werner Brunner 2:01.18,2  als Guide
Rolf Humbel 1:49.45,9  in der Staffel
Sabina Kasper 2:02.34,2
Karin Kissling 1:53.49,5
Nadja Künzli 1:49.22,6
Ruth Püntener 1:59.55,5
Fritz Ramseier 1:44.20,3
Beat Stauber 1:36.03,6
Bettina Siegrist 1:00.40,5  Walking
Schlittler Silvia 1:29.59,3

26.Oktober 2006 (Karin Kissling)

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Swiss-Jura-Marathon vom 9. - 15. Juli 2006

7-Tage-Berglauf von Genf nach Basel mit 350 km + 11'000 Höhenmetern

Vorbereitung
Als Trainingsvorbereitung für diesen Ultramarathon habe ich seit Anfang Jahr knapp 1'900 Trainingskilometer absolviert. Davon einige Trainings mehrere Tage hintereinander. Am Wochenende jeweils Longjoggs von anfänglich 2 1/2 Stunden, später bis 3 1/2 Stunden. Ich wählte mehrheitlich stark kupierte Strecken, damit sich Knie, Muskeln und Gelenke auch an das Bergablaufen gewöhnen konnten.

Anreise

Am Samstag nach dem Mittag bestiegen ich, Zita, Veronika und meine Freundin Evelyne (alles Mitglieder der Laufgruppe Niederamt) den Zug in Olten und fuhren via Bern - Lausanne nach Nyon. Von dort weiter mit der Bahn hinauf nach Saint Cergue. Vollbepackt mit Rucksack und Sporttasche machten wir uns zu Fuss auf den Weg zu unserer Unterkunft in der Mehrzweckhalle "Centre Vallon". Später am Abend traf auch noch Kaspar, ein weiterer Teilnehmer unserer Laufgruppe, bei uns ein.
1. Etappe: Genève - Saint-Cergue; 47 km, +1'410 m / -1'750 m
9. Juli 2006, mein 51. Geburtstag! Tagwache um 5.00 Uhr. Kurze Katzenwäsche, Morgenessen, Zähne putzen, Sonnenschutz einsalben, Lauftenü und Schuhe anziehen, Hüftgurt umschnallen mit 2 Energieriegeln, WC-Papier, Trinkbidon mit 7,5 dl Sponser Long Energy Getränk. Kleines Rucksäckli mit Natel, Regenschutz, Dächlikäppi, 1 Biberli und Fotoapparat anhängen, Sonnenbrille und Stirnband montieren und ab zum bereitstehenden Reisecar. Um 6.30 Uhr Abfahrt nach Genf. Dort bleiben uns noch 30 Minuten Zeit bis zum Start. Es reicht noch für die Startkontrolle und eine letzte «stinkwichtige Sitzung». Zehn Minuten vor dem Start erleben wir noch eine Überraschung, denn speziell für uns wurde die mächtige Wasserfontäne des «Jet d'eau» früher gestartet als sonst üblich. Diese Geste wird natürlich mit einem kräftigen Applaus honoriert.


8.00 Uhr: Startschuss zum längsten 7-Tage-Berglauf in Europa! Alle waren wie erlöst, als es endlich der Seepromenade entlang ostwärts in Richtung Nyon losging. Durch hübsche Gärten, am Flughafen vorbei, auf interessanten Pfaden an einem Bach entlang nähern wir uns der Verpflegungsstelle in Borex bei km 26, wo die Läufer der kürzeren Distanz ihren Start hatten. Jetzt erst beginnt die Strecke zu steigen in Richtung La Dôle. Die zu ersteigenden 1'200 Höhenmeter gehen in die Beine, durch gelegentliches Marschieren kann aber die Muskulatur stark geschont werden.
Schon kurz nach Beginn in Genf komme ich ins Gespräch mit einer deutschen Läuferin, die, wie aus ihren Äusserungen zu entnehmen ist, schon etliche Langstreckenläufe hinter sich hat. Mit Birgit, so stellte sie sich namentlich vor, schien ich eine Laufpartnerin gefunden zu haben, die mein ideales Tempo zu laufen vermag. Gemeinsam stiegen wir die ganze Strecke zum höchsten Punkt unserer Etappe, dem La Dôle auf 1'677 m, hinauf. Beim anschliessenden Abstieg nach St. Cergue schloss ich zu meiner Freundin Evelyne auf. Sie war alleine unterwegs, erfreute sich aber guter Gesundheit und wünschte mir für den Rest der Strecke alles Gute. Gemeinsam in der Zeit von 5'06'17 Std. überquerte ich mit Birgit die Ziellinie und war glücklich, dass ich noch in bester Verfassung und ohne irgendwelche Schmerzen oder Blessuren zu verspüren, angekommen bin. Als glückliche Zugabe gewann ich am Abend bei der täglichen Verlosung der Startnummern noch Fr. 100.- in bar, sozusagen als Geburtstagsgeschenk. Was will man da noch mehr?


Christian Schacher
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Baldeggersee-Lauf - 10. Juni 2006

Als letzten Härtetest für den Swiss Jura Marathon suchte ich mir bewusst den mir unbekannten 10 Meilen-Lauf (16.09 km) rund um den Baldeggersee aus.

Auf rund 80% Asphaltbelag und 20% Naturstrassen führte die Strecke mit Start in Hitzkirch zuerst in einer 2-km Schlaufe durch das Dorf. Bei 26° Celsius und mässiger Bise zog sich das Läuferfeld immer mehr dem Baldeggersee entlang in die Länge. Bis km 10 verlief der Kurs flach und asphaltiert, dann aber wechselten sich leichtere Steigungen und Kieswege ab. Unsere anfänglich aus sieben Mann bestehende Gruppe wurde immer kleiner, bis wir nur noch zu zweit das Tempo zu halten vermochten. Wir trieben uns förmlich den letzten Kilometer ins Ziel hinauf, nachdem wir vorher noch zwei Läufer überholen konnten. Mit letzter Kraft und grosser Willensanstrengung überflog ich die Ziellinie in der Zeit von 1'01'59 als Gesamt 18-ter von über 400 Finishern. In der Kategorienwertung M 50 war ich sogar der Schnellste von 66 Konkurrenten und durfte in diesem Jahr schon zum zweiten Mal zuoberst auf's "Stockerl" stehen. Als Belohnung trug ich einen riesigen Korb voller Esswaren nach Hause.

Den Härtetest sehe ich als bestanden an, konnte ich doch Gegner schlagen, die ich vorher noch nie bezwungen hatte. Jetzt heisst es aber, die Geschwindigkeit zu drosseln und bis zum Start des Swiss Jura Marathon am 9. Juli 2006 in Genf noch einige Ausdauer-Trainingsläufe (3 - 4 Stunden) einzuflechten.


 

 20. Frauenlauf in Bern - 11. Juni 2006

Wieder war es soweit: Bern hat zum Frauenlauf gerufen! Über 14'000 Frauen pilgerten mit dem Zug in die Bundeshauptstadt. Der 20. Frauenlauf konnte wieder mit vielen Neuerungen und einer tollen Stimmung durchgeführt werden. Auch einige Frauen der Laufgruppe Niederamt wollte diesen Event nicht verpassen, liessen sich gerne mit diesem Virus anstecken und fieberten mit all den anderen Frauen dem Start entgegen. Bereits um 7.20 Uhr trafen sich die Ersten am Bahnhof Olten, um gemeinsam nach Bern zu fahren. Dank der Top-Organisation haben wir unsere Garderoben wieder sofort gefunden und konnten uns auf den Lauf einstellen.

5 und 10 km wurden von den Frauen gejoggt und das bei bester Stimmung. Start und Zieleinlauf waren auf der Bundesgasse. Für Einige war es zwar schwierig, den Start zu finden, aber in letzter Minute haben sie es doch noch geschafft! Entlang der Laufstrecke wurden “Rätschen“ verteilt, um auf der ganzen Strecke Stimmung zu machen, speziell im Zieleinlauf war das Spitze! Die beiden folgenden "Tatsachenberichte" widerspiegeln die unterschiedlichen persönlichen Eindrücke.

Die Stimmung am Start war gelöst und locker, und wir versuchten, unsere müden Glieder mit dem Aufwärm-Programm in Schwung zu bringen. Um 9.02 Uhr knallte für uns der Startschuss, und wir wurden auf unsere Strecke geschickt. Da zeigte sich dann schnell, wer gut trainiert hat und wer fit und gesund ist, was bei mir leider nicht zutraf. Eine Erkältung behinderte mich sehr, die Kraft fehlte und der Atem pfiff. So musste ich von Anfang an sehr gut einteilen, das hiess, in den schattigen Abschnitten zu versuchen, ein wenig zu ziehen und an der Sonne vorsichtig zu laufen. Das Wetter zeigte sich von der besten Seite, und es war bereits um 9 Uhr sehr warm, somit war es ein Muss, bei jeder Wasserstelle zuzugreifen. Die ersten 5 km konnte ich so mit meiner Taktik einigermassen laufen, aber die zweiten 5 km forderten dann alles von mir, so dass ich am Schluss nur noch leicht joggend fertig laufen konnte. Toll fand ich die aufmunternden Worte der Mitläuferinnen und der Zuschauer, dank diesen schaffte ich es dann doch auch noch. Am meisten beeindruckte mich die Menge: Mädchen, Girls und Frauen, die sich wieder für diesen speziellen Anlass begeistern können, sei es walken, nordic-walken oder joggen. Einfach toll. Für mich heisst das: Bern wir kommen nächstes Jahr wieder.

Mein 13. Frauenlauf, Startnummer 44222, Startzeit 12:44 h, erstmals in der Disziplin "Nordic Walking". Ich hatte mich bereits im vergangenen Jahr dafür entschieden, und ich meldete mich im Mai 2006 zum Walking an. Am Sonntag, 11. Juni 2006 um 10:58 h ging es nach Bern. Die Bedingungen bei strahlendem Sonnenschein und 28 Grad, mit leichter Bise, empfand ich als ideal. Nun ging ich schnell zum Ziel vom 5 km Running; da wollte ich meiner Turnkameradin Raja aus Obergösgen gratulieren. Es gab viele leidende Joggerinnen, die von den Sanitätsleuten betreut werden mussten. Bei dieser Hitze war das aber kein Wunder!

Um halb eins begab ich mich langsam zum Startblock 44 und stellte mich hinten an. Die Mischung Walking und Nordic Walking war super. Nach ca. 1 km steigerte ich mein Tempo, da es mir sehr gut lief. Brigitte, unsere Nordic Walking-Leiterin, hatte mir die Zeitvorgabe für 5 km mit 45 Minuten angegeben. Diese Zeit wollte ich unbedingt erreichen. Viele Zuschauer am Strassenrand klatschten uns Beifall. Es waren schöne Momente; es war erfreulich, bei diesem sonnigen Wetter und der guten Stimmung auch dabei zu sein. Den Lauf absolvierte ich locker und ohne Mühe. Es hat sich gezeigt, dass der Wechsel vom Joggen zum Walking der richtige Entscheid für mich war. Mit meiner gelaufenen Zeit von 43 Min. 28 Sek. War ich vollends zufrieden.

Es war wieder einmal ein unvergesslicher Anlass. Farbig und musikalisch umrahmt, toll organisiert und alles ist reibungslos abgelaufen. Und Frau freut sich schon aufs nächste Jahr!

Die Laufgruppe Niederamt ist auch während der Sommerzeit aktiv. Mit verschiedenen Ausgangspunkten und neuen Strecken werden abwechslungsreiche Trainings durchgeführt, teils mit anschliessendem Grillieren. Interessierte können sich unter der Rubrik "Training" auf der Homepage www.lgniederamt.ch näher informieren.
 

Von der LG Niederamt waren auszumachen:

Distanz

Kat

Name/Vorname

Zeit

Rang

5 km

Walking

Siegrist Bettina

43,28

5 km

W50

Büchel Rita

30,37

211

5 km

W40

Buss Stephanie

25,04

105

10 km

W55

Orfei Vida

1:00,45

84

10 km

W50

Scheuss Evelyne

51,01

34

10 km

W50

Püntener Ruth

56,04

107

10 km

W45

Moor Daniela

50,22

71

10 km

W40

Peier Kathrin

55,03

215

10 km

W40

Kasper Sabina

56,54

281

10 km

W35

Thalmann Rita

56,53

264

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Zürichmarathon 9. April 2006

Ein Teil der erfolgreichen Läuferinnen der LG Niederamt.

Habe ich genug trainiert?
Habe ich richtig trainiert?
Wie wird das Wetter?
Welches Shirt, welche Hose ist die richtige?
Werde ich mich wieder als Heldin fühlen, die einen Meter über dem Boden schwebt?


Marathon – eine Selbstdisziplin: Die Lust, eigene Leistungsgrenzen auszuloten, im Pulk oder ganz alleine.
Es sind viele Fragen, die ich mir vor dem Zürichmarathon jeden Tag gestellt habe. 

Am Tag meines Marathons war es kalt und regnete sehr stark. Der Himmel war grau und wirkte trüb. Gutes Wetter zu laufen, dachte ich mir schon am frühen Morgen um 5.00 Uhr, als ich den ersten Blick zum Himmel warf. Aber ich hatte mich auf meinen zweiten langen Lauf gefreut. Die Nervosität stieg von Minute zu Minute enorm. 
Endlich viel der Startschuss. 

Bald ist es mir warm geworden, ein regelmässiger akustischer Rhythmus aus Schrittfolge und Atmung hatte sich eingestellt, der Kopf ist frei geworden. Ich konnte mich ungestört dem rhythmischen Wechselgeräusch des Laufens hingeben. Es machte sich eine friedliche, fast meditative Stimmung bereit, ein Glücksgefühl kam auf. Von der einfallsreichen Unterhaltung, der Guggenmusik, natürlich den ZuschauerInnen,....liess ich mich ständig neue überraschen. In Meilen durch das prallgefüllte Zuschauerzelt zu rennen war ein wunderschönes Gefühl. Alle jubelten, schrien, klatschten und lachten! 

Zweimal auf der Strecke jubelten mir „Fans“ der Laufgruppe zu. Super! Herzlichen Dank.

Dank der ständigen Energiezufuhr spüre ich keinen Leistungseinbruch. 
Auch dieser Marathon öffnete bei mir das Tor zu grossen Gefühlen. Ich fühlte mich beflügelt. Ich federte über den Asphalt. Die Beine – ich fühlte sie nicht mehr. Ich glaubte wirklich zu fliegen. Der Atem ging gleichmässig, ich spürte ein angenehmes, rhythmisches Gleichmass. Wie stark ich mich fühlte, wie leicht, wie elastisch, wie frisch. Ich lächelte vor Glück.

Marathon ist eine ganz besondere Erfahrung. Diese Erfahrung ist total. Beim Marathon stosse ich an meine physischen Grenzen. Trotzdem ist Marathon vor allem ein psychisches Abenteuer. Eine Herausforderung an meine eigene Bequemlichkeit. Ein quälender Kitzel, in sich hinein zu laufen, um sich selber kennen zu lernen.


Sandra Wyss
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41. GP- Fricktal

Podestplatz für Christian Schacher

Immer am Ostersamstag, bereits zum 41. Mal, fand im Aargauischen Eiken der GP Fricktal statt. Dieser 10 Meilen-Lauf (16.1 km) wird für viele gerne als Testlauf für den GP Bern benützt.

So machten sich auch "LG Niederämtler" an diesem bewölkten Samstag auf den Weg ins Fricktal.

Unterwegs vom Parkplatz zur Garderobe kommen uns die kurz zuvor gestarteten "Hasenläufer" (Kurzdistanz über 5.85 km) und die Walking Kategorien entgegen. Wir schickten sie mit ein paar aufmunternden Anfeuerungsrufen auf den restlichen Streckenteil.
 

Gruppe am GP FricktalSiegerehrung am GP Fricktal

Nun hiess es für uns, Anmeldung ausfüllen, Startnummer fassen, in die Laufmontur stürzen und sich langsam aufwärmen für die bevorstehenden Strapazen. Mit lockerem Joggen, einigen kurzen Sprints und etwas Dehnübungen sind wir nun bestens für das Rennen vorbereitet. Die Frage stellt sich nur noch, beginnt es zu regnen oder reicht es uns noch trocken über die Runde. Start um 13.30 Uhr. Wie immer sind einige Läufer in vorderster Position, obwohl sie eigentlich gar nicht dorthin gehörten. Nichts desto trotz, einige kurze Ausweich- und Überholmanöver und der Weg vor mir wird frei. Ich versuche ein Tempo anzuschlagen, das ich hoffentlich bis zum Schluss durchhalten kann. Schon nach dem ersten Kilometer kann ich zu den zwei führenden Frauen aufschliessen. Das Tempo scheint mir hoch, aber ich versuche es zu halten. Zusammen mit der führenden Patricia Morceli-Bieri bewegen wir uns stetig weiter nach vorne und können einige Mitbewerber ein- und überholen. Bis nach der Treppe bei Kilometer 11 laufe ich regelmässige km-Zeiten. Auf der anschliessenden Flachstrecke auf Asphalt wird meine Begleiterin langsamer. Ich fühle mich noch gut genug, um mein Tempo zu halten und setze mich langsam von ihr ab. Mit der Angst im Nacken, dass der Hammermann schon noch kommen wird, hole ich sogar noch vor mir laufende Athleten ein. Bei km 14 erste Regentropfen, die es aber noch nicht allzu ernst meinen. Bei idealer Temperatur und gutem Terrain hetze ich die letzte Steigung zur Autobahnbrücke hoch. Ein Blick auf die Uhr zeigt mir, dass ich die so sehnlichst angestrebte Stundengrenze problemlos unterbieten werde. Zufrieden und überglücklich biege ich in die Zielgerade ein. Jetzt erst bemerke ich, dass der Himmel so langsam aber sicher seine Schleusen öffnet. Zieldurchgang, Stoppuhr drücken, Gratulation an den Vorder- und Hintermann, hastig einen Becher Rivella Marathon trinken und Spurt durch den heftiger werdenden Regen zur Garderobe. Dort schnell die Regenklamotten anziehen, den Fotoapparat einpacken und ab auf die Laufstrecke.

KurtKarinEveZitaInzwischen haben der Regen und der Wind an Intensität zugenommen. Hinter einem Strauch an der Autobahnbrücke versuche ich etwas Schutz zu bekommen, um die durch die Nässe kämpfenden Kolleginnen und Kollegen auf meine Kamera zu bannen. Leider sind einige Fotos der trüben Witterung wegen etwas verschwommen geraten, aber ihre kämpferische Einstellung ist dennoch deutlich zu sehen. Alle gaben bis zum Schluss ihr bestes.

Nachdem alle, geduscht, geföhnt und getrocknet, in der Mehrzweckhalle einen Platz in der Festwirtschaft gefunden hatten, warteten wir bei Russenzopf und Flüssigem auf die Rangverkündigung. Fast alle unserer LGN Mitglieder durften dank ihrer guten Platzierung einen Preis vom Gabentisch aussuchen. Für meine Zeit von 59'02 reichte es mir überraschenderweise bei der Kategorie M50 aufs Podest, als Drittplatzierter von 131 Läufern meiner Altersklasse. Es schien heute überhaupt allen gut gelaufen zu sein, denn es waren (fast) nur zufriedene Gesichter zu sehen. Somit hatten wir uns doch alle selber ein kleines Ostergeschenk gemacht. Hoffentlich dürfen wir zusammen noch viele solche Laufgeschichten erleben.

Christian Schacher

Hier die Resultate der LGN Mitglieder:

Schlosser Christian M30 Rang 46 1'07'07
Kissling Karin F30 Rang 28 1'29'15
Häfeli Zita F40 Rang 13 1'15'24
Haas Hanspeter M40 Rang 79 1'10'15
Roth Kurt F50 Rang 133 1'17'37
Grimm Veronika F50 Rang 5 1'20'11
Scheuss Evelyne F50 Rang 10 1'24'54
Schacher Christian M50 Rang 3 59'02

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32. Waldlauf Bösingen vom 26.03.2006 und GV LVS

DreierpackDreierpackPünktlich um 13.00 Uhr fiel der Startschuss zum 11,9 km langen Feld-, Wald- und Wiesenlauf in Bösingen FR. Und ausgerechnet an diesem Tag war es frühlingshaft, ja fast sommerlich warm (über 20 Grad). Zudem blies uns ein föhnig-warmer Wind um die Ohren. Das Tenü war klar – so kurz wie möglich. Und wer mich kennt, weiss, dass dies nicht meine Lieblings-Wetterverhältnisse sind für einen Lauf. Nichtsdestotrotz liess ich mich nicht unterkriegen und spulte Kilometer um Kilometer ab, bergauf und bergab, über eine Autobahnbrücke, vorbei an Bauernhöfen, einer Pferdefarm, an anspornenden Zuschauern, an heissersehnten Verpflegungsstellen und durch angenehm kühle Waldpartien. Und kurz vor dem Zielbereich verlief die Strecke nochmals weg von der Direttissima ca. eine 1 1⁄2 km lange „Schlaufe“ leicht bergwärts in den Wald, um sich nachher doch noch dem Ziel entgegenzuschlängeln. Wie freute ich mich, als ich aus dem Lautsprecher meinen Namen sprechen hörte. Auf den letzten Metern wurde ich von Zita Häfeli und Christian Schacher für den Schlussspurt lautstark motiviert. Diese Zurufe und diejenigen von weiteren Fans verhalfen mir so zu einer Schlusszeit von knapp unter 1 Std. und 6 Min.

ChreguZitaNach einem kurzen Auslaufen gehen wir unter die wohlverdiente warme Dusche. Herrlich, den in den heissen Ländern üblichen Konservierungsschutz – nämlich das Salz – von der Haut abzuspülen. Nun duften wir wieder fein und fühlen uns bereits topfit. So fit, um dem anschliessenden Rangverlesen aufmerksam zu folgen, haben wir doch einen Podestplatz für die LG Niederamt zu feiern. Bei den Herren 50 erkämpfte Christian Schacher mit 45:58 den hervorragenden 2. Rang (von 43 Klassierten). Auch Zita Häfeli war mit der Zeit von 56:58 und einem ausgezeichneten 6. Rang (von 17 Klassierten) bei den Damen 40 erfolgreich und preisberechtigt. Mit meiner Laufzeit von 1:05:58 fand ich mich auf Platz 15 (von 20) bei den Damen 50 rangiert. Habt ihr etwa diese Präzision, diese Übereinstimmung bei den Laufzeiten bemerkt?!

Der Waldlauf Bösingen gehört zur Jahresmeisterschaft des SLVS Senioren-Laufverein Schweiz. Das kommt nicht von ungefähr, denn an diesem wunderschönen Nachmittag fand in Bösingen anschliessend an den Lauf die Generalversammlung des SLVS im Gasthof 3 Eidgenossen statt.

Auch darauf freuten wir uns, denn an diesem Anlass durfte unter Traktandum 8 „Rangverkündigung und Preisverteilung der Jahresmeisterschaft 2005“ auch ich „Lorbeeren“, sprich ein tolles exklusives Sweatshirt (siehe Foto), entgegennehmen.

Unsere Platzierungen:
Platz 1 Damen 40: Zita Häfeli
Platz 2 Herren 50: Christian Schacher
Platz 3 Damen 50: Evelyne Scheuss

Das anschliessende, vorzüglich mundende Nachtessen genossen wir mit lieben Laufkolleginnen und Laufkollegen. Mit angeregten Diskussionen, fröhlichen Gesprächen und Pläne schmieden für künftige Abenteuer beschlossen wir diesen abwechslungsreichen Sonn(en)tag in Bösingen.

Evelyne Scheuss

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Schneeschuh-Erlebnistour

Am Samstagnachmittag drängen wir uns in zwei Kleinbusse und lassen uns in Richtung Oberiberg chauffieren. Weder der Hochnebel noch die Nachricht vom Ausscheiden Bruno Kernens bei der Wengen-Abfahrt können die gute Stimmung auf dem Weg in die Sonne trüben. Am Ausgangspunkt der Tour angekommen, haben wir noch ausreichend Zeit, uns zu stärken. Die Nervösen unter uns versuchen mit heißer Schokolade und einem Schuss Rum ihre Nerven zu beruhigen. Endlich ist es soweit. Unser Guide Freddi erscheint und hat nicht nur die Ausrüstung (Schneeschuhe), sondern auch die flotte Bergführerin Priska mitgebracht.

Nach kurzer Einführung in die Geheimnisse der Schneeschuh-Handhabung geht es bei herrlicher Abendsonne den Berg hinauf zur Roggenalm. Nach anfänglichen „Schwierigkeiten“ – das Aufstiegstempo wurde passend für die Laufgruppe 1 gewählt – beruhigte uns Priska mit einem Aufwärmerli von der ortsansässigen Brennerei. Der Sonnenuntergang mit dem prächtigen Farbenspiel am Himmel und der pulvrige Schnee lassen uns alle Strapazen vergessen. Langsam wird es dunkel und wir haben noch einige der 480 Höhenmeter, die es zu bewältigen gilt, vor uns. Der aufgehende Vollmond macht es uns leicht, den Weg zum Roggenfreddi auch ohne unsere bewährten Stirnlampen zu finden.

Oben angekommen lockt uns der aus der Hütte duftende Käsegeruch weg von diesem Naturschauspiel zum Fondueplausch. Das gesellige Essen, welches wir mit Russenzopf und übergroßen Meringueportionen abrunden, ist ausgezeichnet. Erst als die Nachspeisen ausgehen, rüsten wir uns für den Abstieg. Gut, dass uns der Vollmond vom Zenit aus den Weg taghell ausleuchtet, denn so können wir alle Stürze, Bauchlandungen, Rollen und Absitzer auf stacheligem Draht mit einem Schmunzeln verfolgen. Ohne größere Blessuren, gut gelaunt und ein wenig erschöpft kommen wir nach gut einer Stunde wieder am Parkplatz in Oberiberg an.
Zufrieden und glücklich lassen wir uns von den seriösen Fahrern Hans-Peter und Roger sicher nach Hause bringen.

Dank der perfekten Organisation von Brigitte und Roger wird diese Schneeschuh-Tour sicherlich ein unvergessliches Erlebnis für uns bleiben.


Ernst (aus Oesterreich)

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Generalversammlung der LG Niederamt

Die Laufgruppe Ihrer Region hat sich zur 8. Generalversammlung zusammengefunden. Diesmal im Restaurant Frohsinn in Obergösgen, wo sich 51 Anwesende und 48 stimmberechtigte aktive Mitglieder vom Vorstand durch die Traktanden führen liessen. Alle 2 Jahre stehen Wahlen auf dem Programm. Dieses Jahr galt es gleich zwei neue Vorstandsmitglieder zu wählen. Der bisherige Präsident Werner Hofer hat sein Amt zur Verfügung gestellt. Vom Vorstand wurde einstimmig Evelyne Scheuss, bisherige Vizepräsidentin und seit der Vereinsgründung 1996 im Amt der technischen Leiterin, als Kandidatin für die Neubesetzung des Präsidentenamtes vorgeschlagen. Ein überraschend gemeldeter Gegenkandidat aus den Reihen der Vereinsmitglieder hatte keine Wahlchance. Evelyne Scheuss wurde mit 43 Stimmen und grosser Mehrheit zur neuen Präsidentin gewählt. Ihr unermüdlicher Einsatz für den Verein seit dessen Gründung, ihr fundiertes Laufwissen und ihr Netzwerk in Läuferkreisen sind beste Voraussetzungen für das Präsidentenamt. Wir gratulieren ihr an dieser Stelle für diese Wahl und wünschen der Vereinsführung weiterhin viel Erfolg! 

Durch die Wahl des Präsidenten wurde nun die Charge der technischen Leiterin im Vorstand vakant. Auch hier wurde dem Vorschlag des Vorstandes gefolgt und Karin Kissling aus Lostorf in dieses Amt gewählt. Sie ist seit Februar 2003 Vereinsmitglied und stets aktiv für die Laufgruppe Niederamt unterwegs.

Ein weiterer Austritt aus dem Vorstand folgte. Brigitte Caspar, bewährt als Organisationstalent, besetzte das Amt für Spezialaufgaben. So war sie jedes Jahr für einzelne Anlässe verantwortlich und sorgte mit ihren Ideen zu vielen erfolgreichen Veranstaltungen, Spiel und Spass. In letzter Zeit hat sie sich für eine zusätzlich gebildete Gruppe von Nordic Walkerinnen engagiert. Mit grossem Applaus wurden die aus dem Vorstand austretenden Mitglieder für ihren Einsatz und das erfolgreiche Wirken für den Verein gewürdigt und mit einem „Speedy“ geehrt, dem speziellen LGN-Pokal mit unserem Vereinslogo.
Aus dem Jahresbericht wie auch der positiv abgeschlossenen Erfolgsrechnung war zu entnehmen, dass es dem Verein finanziell nach wie vor sehr gut geht und ein beruhigender Stock an Eigenmitteln vorhanden ist. Dies ist auch dank der Beiträge unserer Sponsoren und den Spenden von Unternehmen aus der Region möglich. Dafür bietet sich die Gelegenheit, auf der letzthin neu gestalteten Vereinshomepage www.lgniederamt.ch mit einem Banner aufzutreten. So kann der Verein nach wie vor mit einem geringen Mitgliederbeitrag von 30.- Franken auskommen. Auch auf eine gute Ausbildung unserer Laufleiterinnen und Laufleiter wird geachtet. Aufgrund nur begrenzt verfügbarer Läuferausbildungen des SLV im 2005 wurde das Ausbildungsbudget aber auf 2006 übernommen. Das im 2005 eingeführte, abwechslungsreiche Trainingsprogramm mit unterschiedlichen, wöchentlich alternierenden Leistungsstufen über die 4 angestammten Leistungsgruppen hinweg, ist auf grossen Anklang gestossen und wird im 2006 weitergeführt. Der Mitgliederbestand hat sich gegenüber dem letzten Vereinsjahr mengenmässig nicht verändert und zählt 104 Aktivmitglieder, davon erstmals genau gleich viele Frauen wie Männer. Neu dürfen wir zudem auf 15 Gönner zählen (plus 2), die wir auch immer gerne bei unseren Anlässen begrüssen. Das Laufen steht bei der LGN nach wie vor im Vordergrund, das gemütliche Beisammensein danach wäre aber nicht wegzudenken.

Auch für 2006 wurde ein abwechslungsreiches Tätigkeitsprogramm zusammengestellt, wo sich gemeinsame Läufe, aber auch Bergwanderungen, Biken und der alljährliche Jahresschluss-Hock über das Jahr verteilen. Ab Dienstag, 28. März 2006 beginnt für die Laufgruppe Niederamt die Laufsaison 2006 mit dem ordentlichen Training, mit Start ab 19:00 Uhr bei der Mehrzweckhalle Hardmatt, Obergösgen. Für Einsteiger oder weniger starke Läufer sind die Gruppen 3 und 4 bestens zu empfehlen. Und auch die jüngere, in der Regel ambitioniertere Laufgeneration der Altersklassen 20er und 30er, ist in den stärkeren Gruppen 1 und 2 herzlich willkommen. Die Laufgruppe freut sich auf alle Neugierigen und Laufsportinteressierten, die unverbindlich an unseren Trainings teilnehmen wollen.

Evelyne Scheuss, Beat Stauber, Brigitte Caspar, Werner Hofer, Roger Schenker, Karin Kissling, Christian Schacher

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