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Rückblick auf die vergangenen Jahre (2011)

In der Geschichte der Laufgruppe Niederamt halten wir Besonderes fest. Unsere Läuferinnen und Läufer sind auch als Fotografen unterwegs und bringen damit die Eindrücke den Daheimgebliebenen etwas näher.

Stöbere in der Vergangenheit und finde interessante Beiträge.

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Lg Niederamt am "Die Schweiz bewegt", läuft für Niedergösgen


Berichte 2011

Longjog Froburg
GP Fricktal
Aargauer Volkslauf
Ekiden, Basel
SwissJura-NatureTrail 
Die Schweiz bewegt
Schlusshock


Longjog zur Froburg - ein «Pamphlet»

Pah! - «Gemütlicher Longjog am Stefanstag auf die Froburg». So kam die Ankündigung daher. Nicht, dass ich keine Zweifel hatte. Schliesslich waren ja 500 Höhenmeter zu überwinden. Gemütlich kann man die mit einem Heissluftballon oder im Rollstuhl, wenn ein anderer schiebt, überwinden. Ich schliesse nicht aus, dass es noch andere Möglichkeiten gibt. Aber joggend? Trotz meiner Bedenken war mein Wille schwächer als mein Geist.
Leider traf ich rechtzeitig zur Besammlung ein; die anderen Spinner waren noch alle da. Das Gruppenbild bezeugt, dass ich um 10 Uhr noch ziemlich frisch wirkte. Das sollte für die nächsten zweieinhalb Stunden das letzte Mal sein. 
Bei der Auswahl der beiden Gruppen hätte ich nach alles in der Hand gehabt. Vermutlich eine kurze Durchblutungsstörung meines Gehirns oder mangelnde Aufmerksamkeit verhinderten, dass ich mich der schnelleren Gruppe anschloss. Das wäre möglicherweise ein gemütlicher Lauf geworden. Aber nein! Ich schloss mich der Gruppe um Adrian Steinbeisser an. Der Adrian kennt Wege, die kennt sonst keiner. Und wenn du sie kennen würdest, würdest du schreien oder als Tagestour, am Seil gesichert, einplanen. 
Ich möchte vermeiden, dass der Eindruck aufkommt, die vollständigen 17.5 Kilometer wären zum Steinbeissen gewesen. Beispielsweise wäre der steile und rutschige Zackzackweg hoch zum Schloss Wartenfels abwärts eine mühsame Sache gewesen. Aber wir durften dort rauf. Adrian ermunterte uns weit unten schon: «Ihr dürft auch joggen, wenn ihr wollt.» Pascal wollte, aber nur 20 Meter. Mein Puls knallte schon beim Gedanken ans Joggen am Ende der Fahnenstange an. Und meine Oberschenkelmuskeln wurden schwerer. Ich bin nicht sicher, ob das an der zunehmend dünneren Luft lag. Vielleicht nahm ich unterwegs auch zu.
Die Aussicht über das Mittelland in die Alpen, der Blick ins Tal auf die bereits überstandenen Höhenmeter und die verbesserte Sauerstoffzufuhr zu  meinem Gehirn hätten mich zur Vernunft bringen sollen. In dem Sinn wie: Für heute reicht das oder ich habe mein Tagessoll an Selbstkasteiung bekommen. 

Vielleicht bin ich süchtig. Jedenfalls kletterte ich mit der Gruppe bis zum Grat des Dottenbergs hoch und versuchte, weder auf die eine noch die andere Seite abzustürzen. Adrian zeigte uns noch vorhandene Relikte, die unsere Altvorderen zwecks Abwehr eines möglichen Feindes im 1. Weltkrieg eingerichtet hatten. Der Adrian kennt sich aus. Möglicherweise hat er beim Bauen mitgeholfen. Natürlich habe ich mich gefragt, weshalb eine Verteidigungslinie dort oben. Welcher einigermassen vernünftige Feind steigt dorthin hoch? Und wenn er es versucht hätte, wäre er vermutlich wie am Morgarten mit Steinblöcken bombardiert worden. Was übrigens ein weiterer Hinweis darauf ist, dass am Dottenberg bisher keine Schlacht stattgefunden hat. Die Steine waren noch alle oben. Und wie! Wir haben schliesslich alle irgendwie überquert.
Adrian ist wahrscheinlich schon länger Ehrensteinbock im Bünderland. Wie ein solcher meisterte er das ständige Auf und Ab auf schmalem Grat über Stock und Stein. Jeder Schritt ein sicherer Schritt, keiner länger als der andere, in gleichmässigem Trott. Ganz anders wir Flachlandindianer, die wir uns stolpernd und rutschend von Stein zu Stein bissen, ständig mit dem Gleichgewicht hadernd und dem Rudelführer hinterherschlichen. Schleichen können wir wenigstens. Ich wäre besser früher abgeschlichen, aber ich habe den Abschlich verpasst.
Der Chefsteinbock wartete auch dann und wann. Vor allem an Stellen, an denen eine geringere akute Absturzgefahr herrschte und ich zwischen Baumlücken den Abgrund erkannte. Zum Glück hatte ich an diesem Tag keine Höhenangst. Sonst hätte man mir die Augen verbinden müssen. Eine Art Blinde-Kuh-Indianer.
Wenn Ingrid als eine der hinteren Joggerinnen aufholte, hat sie das ans Skifahren vor Jahren mit ihrer Familie erinnert. Kinder und Ehemann haben oft angehalten, verschnauft und auf ihre Mutter und Ehefrau gewartet. Wenn sie dann atemlos eintraf, ging‘s sofort weiter. Wir wussten, das sie das gewohnt ist. Deshalb eilten wir meistens weiter, wenn sie eintraf.
Manchmal wurden wir extrem übermütig, eine Folge der Müdigkeit, wie man weiss, und joggten auf dem Grat oben. Das war meine einzige Chance mit Adrian mitzuhalten. Leider bemerkte er das und wanderte wieder.
Als wir die Sunneweid erreichten, halfen mir ältere Leute über den fuchshohen Zaun und boten mir ihren Sitzplatz auf dem Bänkchen an. Aber ich wäre ohne Kran nicht mehr hoch gekommen. Dabei musste ich noch runter kommen. Und zwar vom Dottenberg. Wohl oder über runterjoggen und noch den Muskelkater weiter entwickeln. Warten bis eine Bahn zum Berg hoch gebaut wird, wäre die Alternative gewesen.
Abwärts lagen dann nur noch Bäume im Weg rum, zum Glück keine Steine mehr. Adrian stritt ab, die Bäume dahin gelegt zu haben.
Vor allem im Sommer bike ich mit der Bikegruppe Olten mit. Einige Freaks kennen im Gäu einen anspruchsvollen Singletrail. Denn nennen sie «Rinderwahnsinnsstrecke». Wenn die‘s mit mir verderben, führe ich sie zum Einstieg am Dottenberggrat. Dann haben sie eine Steigerung. Auf der Steinbeisserstrecke. Adrenalin pur.
Zu Hause meinte Marie-Theres, natürlich ohne meinen äusserst bedenklichen Allgemeinzustand zu beachten, ich könnte ihr mal diesen Dottenberggrat zeigen. Da bin ich vorsichtig. Ich weiss, wenn sie «zeigen» sagt, meint sie «abwandern». Damit muss sie aber warten, bis mein Muskelkater auskuriert ist. Also nicht vor Ende 2012.

Ein Flachlandindianer

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GP Fricktal - 23. April 2011

Zwölf, dreizehn – nein, vierzehn – Laufgruppen-Mitglieder waren am diesjährigen Osterlauf in Eiken gestartet.

Rainer Weber feierte seine Wettkampf-Premiere über 5.8 km und war bereits im Ziel, als die 10-Meilen-Läufer auf die staubige Piste geschickt wurden. Ruedi nahm seinen Wiedereintritt ins Wettkampfgeschehen locker und brach die Übung nach gut 5 km beim Start-Ziel-Durchlauf ab. Man soll’s ja nicht übertreiben, beim ersten Mal. Christian Schlosser startete gewohnt schnell und führte das LGN-Feld nach 2,5 km an, musste aber nach einem Drittel der Strecke seiner Anfahrt mit dem Rad Tribut zollen und Christian Schacher den Vortritt lassen. Die Staffelegg lässt grüssen, oder war’s das Benkerjoch? Consti war sehr dynamisch unterwegs und musste dann einsehen, dass dieses Tempo doch ein bisschen zu ehrgeizig war. Luzia flog förmlich über die Strecke und Geri zog souverän durch, während Zita relativ gemütlich unterwegs war. Nadja kämpfte mit Hungerast und/oder Kraftlosigkeit, gleiche Ursache und kein Gegenmittel in Sicht, jedenfalls nicht auf die Schnelle. Heinz räumte das Feld in gewohnt souveräner Art von hinten auf. Die Strecke war wohl ein bisschen kurz, bei doppelter Länge hätte es ihm bestimmt noch an die Spitze gereicht. Pascal beklagte Schmerzen am Fuss und René liess sich trotz langwieriger Genesungszeit nicht vom Laufen abhalten. John lief und lief und es lief ihm trotzdem nicht und Nick nützte das ganze George-Clooney-Gehabe nichts, auch er musste die 16.1 km laufen, um ans Ziel zu kommen.

Welches Fazit ziehen wir daraus? 1. Ideale Läufe sind relativ selten und 2. Auch wenn es nicht ideal läuft, macht Laufen in Wettkampf-Atmosphäre Spass. Der Zehn-Vor-Cup hat jedenfalls einen fulminanten Start hinter sich und wird nach Tüfelsschluchtlauf und Aarg. Volkslauf einen ersten – wenn auch noch ganz unsicheren – Eindruck hinterlassen.

Unter scharfer Beobachtung von Präsidium und technischer Leitung sind gelaufen:

Nick Dion 1:38.35
René Godat 1:35,22
Zita Häfeli 1:19,22
Luzia Kraaz 1:10,19
Nadja Künzli 1:25,11
Pascal Monnerat 1:30,58
Christian Schacher 1:04,26
Christian Schlosser 1:06,05
John Steggerda 1:47,14
Constantin Streit 1:11,24
Heinz Wälti 1:21,43
Rainer Weber 39,32 (Hasenlauf)
Geri Weibel 1:12,03

Im 10-Vor-Cup führt John Steggerda.

April 2011, Karin Kissling

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Aargauer Volkslauf - 1. Mai 2011


Leider hat der Fotograf nicht alle unsere mitlaufenden Mitglieder erwischt. Entweder haben sie sich unsichtbar gemacht, sind zu schnell vorbeigesaust oder von mir einfach übersehen worden. - Sorry!

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Ekiden, Basel

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Die Schweiz bewegt - die LGN läuft für Niedergösgen

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SwissJura-NaturTrail

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Schlusshock



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