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Rückblick auf die vergangenen Jahre (2009)

In der Geschichte der Laufgruppe Niederamt halten wir Besonderes fest. Unsere Läuferinnen und Läufer sind auch als Fotografen unterwegs und bringen damit die Eindrücke von unterwegs den Daheimgebliebenen etwas näher.

Stöbere in der Vergangenheit und finde interessante Beiträge.

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Rückblick 2009


Berichte 2009

Langlauf im Obergoms Schneeschuhwandern
Gruppenleiter-Weiterbildung Tüfelsschluchtlauf
Aargauer Volkslauf Wengi-Berglauf
Roggenlauf GP Fricktal
Gempen-Berglauf 100-Km-Lauf
Passwang-Lauf Grenchenberg-Lauf
Schweizer Frauenlauf Gigathlon
Belchenlauf Weissensteinlauf
Powerman Abschlussabend JTT
Hallwilerseelauf Schlusshock


 











Am 21. März 2009 organiserte Karin Kissling einen gemeinsamen Weiterbildungstag. Die Leitung der LGN und der befreundeten LSG Olten lernten bei Anneliese Müller lebensrettende Sofortmassnahmen und bei Karin Kissling Grundlagen der Pose-Technik.

Am 2. Mai 2009 heiratete unser Mitglied Sandra ihren Max. Wir durften dabei sein und gratulierten herzlich.


Langlaufwochenende im Obergoms

Als wir am Freitagmorgen in Oberwald aus dem Furkatunnel herauskamen, blinzelten bereits die ersten Sonnenstrahlen über die Walliser Gipfel. Der Himmel war bereits strahlend blau und es versprach, ein herrlicher Tag zu werden. Wir konnten es kaum erwarten, auf die Ski zu kommen, und weil Fritz die Hotelzimmer und die Skiausrüstung für uns alle perfekt organisiert hatte, gelang uns dies in Rekordzeit. Vorsorglich nahm Fritz uns Greenhörner gleich mal unter seine Fittiche, während die anderen bereits die ersten Runden drehten. Die ersten paar Meter waren etwas unkoordiniert, die Skier erschienen uns äusserst „läbig“ und wir waren heilfroh um die Stöcke, die uns manch einen Sturz ersparten. Behutsam führte uns Fritz an die Technik heran und erklärte uns exakt, worauf wir zu achten hatten, ohne uns zu überfordern. Und siehe da, unter seiner Aufsicht machten wir die ersten Fortschritte, das Gleiten wurde zur Freude, wir übten Sitonen, 1:1, 2:1, den Ladystep und später auch asymmetrisch, Gleiten mit Stöcken und ohne, Stöcke vorne oder hinten verschränkt. Es machte Spass, die verschiedenen Techniken auszuprobieren und wir freuten uns über jedes Fortschrittchen. Stürze motivierten uns nur zum Weitermachen. Am Abend, als alle schliesslich eingetroffen waren, konnten wir uns beim gemütlichen Abendessen bereits „fachmännisch“ mit den „Cracks“ unterhalten. Am Samstag liefen wir guten Mutes los. Die Ernüchterung kam, die Ski liefen nicht, die Technikkenntnisse waren wohl irgendwo liegengeblieben, wir rutschten etwas hilflos über den Schnee, der so gar nicht unser Freund werden wollte. Bis 

Fritz erklärte, der Schnee sei halt noch ein bisschen stumpf, das werde aber besser im Verlauf des Tages, zweifelten wir ernsthaft an uns selber oder unseren Skiern. Aber nach ein paar Übungen wurde es besser und wir bekamen unsere Skier wieder in den Griff, so dass Fritz sich am Nachmittag beruhigt den anderen zuwenden konnte, um sie mit seinem grossen Fachwissen und Können zu unterstützen. Das Wetter war prächtig und wir waren schliesslich fast die letzten auf der Piste, als wir alle gemeinsam zurück nach Münster düsten. Die Einladung zum Apero am Abend bei Ursula und Fritz nahmen wir gerne an, und wir wurden mit Walliser Brot und Walliser Weisswein verwöhnt, womit der Abend optimal eingestimmt war.

Auch der Sonntag war toll, wir hatten viel Spass. Wir fuhren am Morgen bei bitterkalten Temperaturen an Sträuchern und Bäumen mit dickem Rauhreif vorbei, überquerten die dampfende Rotte, genossen die Stille und die Schönheit der Natur und trafen uns schliesslich noch einmal alle in der „Gadebar“, bevor die ersten sich verabschiedeten und die anderen den Weg nach Münster noch ein letztes Mal unter die Skier nahmen. Fritz, du hast das perfekt organisiert, wir konnten wirklich nur profitieren von deiner Vorbereitung und Durchführung. Sportlich haben wir alle Fortschritte gemacht. Es war schlichtweg toll. Aber wie du das mit dem Wetter hingekriegt hat, das grenzt an Genialität.

Karin Kissling

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Schneeschuhwanderung auf's Jänzi (7.3.09) 

Bei Topp-Wetterverhältnissen trafen sich 15 Personen um 11.00 Uhr am Busterminal in Olten für die Fahrt nach Glaubenberg. Unsere Präsidentin Evelyne Scheuss chauffierte uns mit sicherer und flotter Fahrt in einem Fiat-Personentransporter über die Autobahn via Luzern-Sarnen und die Glaubenberg-Passstrasse hinauf zum Ausgangspunkt in Langis.

Nach 1 ¼-stündiger Fahrt konnten wir endlich die Luft der tief verschneiten Winterlandschaft einatmen. Die noch „Schneeschuhlosen“ begaben sich vorerst ins nahegelegene Sportgeschäft und besorgten sich ein Paar dieser praktischen Fortbewegungsgeräte. Als Treffpunkt für alle fand man sich wieder bei der Kaffee-und Gipfeli-Verpflegung im darüberliegenden Bergrestaurant.

Nachdem sich alle gestärkt und das bekannte „Örtchen“ besucht hatten, ging es ab in den Schnee. Zuerst wurden verschiedene Montagearten der Schneeschuhe ausprobiert und getestet, bis dann endlich alle 30 Beine fest auf der Tretunterlage verschnürt waren. Evelyne gab noch ein paar wichtige Regeln an die Leute weiter, damit jeder wusste, wie er sich in der Natur zu verhalten hat.

Es war kurz nach 13.00 Uhr, als sich die 15-köpfige Karawane in Bewegung setzte. Zuerst führte eine Spur zwischen jungen Tannen und Föhren hindurch, querte eine Langlaufloipe und mündete dann auf den Winterwanderweg in Richtung Schwendi-Kaltbad. Dort angelangt, machten wir bei einer Eisskulptur einen kurzen Zwischenhalt, um sich der obersten Kleiderschicht zu entledigen und die ersten „Stockreparaturen“ zu beheben. Wie schwierig es war, mit den Schneeschuhen rückwärts laufen zu wollen, musste Erich erfahren. Mit dem Fotoapparat auf Augenhöhe verlor er das Gleichgewicht und setzte sich rückwärts in den, zum Glück, tiefen Schneeteppich. Die Kamera hielt er aber krampfhaft nach vorne, um sie nicht in der weissen Pracht zu verlieren. Das geglückte Kunststück wurde natürlich mit lautem Gelächter honoriert.

Nun aber ging es weiter dem Bachweg entlang gegen Hinteregg. Dazwischen mussten wir den Bach über einen schmalen Steg überqueren. Mit verschiedenen Balanceakten und zirkusreifen Einlagen meisterten alle das Hindernis des Tages. Eine kurze Zeit genossen wir die idyllische Bachlandschaft noch, dann aber ging es endgültig zur Sache. Ich bog rechts ab und stieg weglos eine steile Flanke hoch. Nach ersten kurzen Unmutsprüchen wurde es aber bald ruhig und jeder schritt in der Spur des Vorgängers, nach Luft ringend, durch die weiss glitzernde Bergflanke. Um den Puls wieder etwas zu beruhigen, traversierte ich entlang dem Schattenberg, bis ich auf die Spur hinauf zur Egg-Hütte traf. Je höher wir Richtung Jänzi stapften, desto grauer und verhangener zeigte sich der Himmel. Zwischen teilweise meterhohen Schneewänden kämpften wir uns durch den immer dichter werdenden Nebel. Da nirgends ein geeigneter Platz für eine Rast zu finden war, reihten wir uns wie auf einer Perlenkette entlang des Weges auf. Nach kurzer Verpflegungspause ging es munter weiter in Richtung Jänzi. Vorbei an der Egghütte und entlang des Gross Schlierental gelangten wir nach etwas mehr als zwei Stunden auf dem Gipfel des Jänzi auf 1‘737m. Leider ohne Fernsicht, denn der Nebel blieb hartnäckig. Nach Gipfelfoto und Eintrag ins Gipfelbuch schlug ich vor, die Mittagsrast etwas tiefer unten, an einer etwas windgeschützteren Stelle, zu halten. Abwärts laufen, springen oder rutschen im weichen und tiefen Schnee machte Spass. Hier konnte sich jeder selber einen Weg bahnen und seine Erfahrungen mit den Tücken der Schneeschuhe machen. So mancher musste zwischendurch mal den Schnee küssen....

An einer tiefergelegenen Alphütte trafen wir uns wieder und versuchten, für die Mittagsrast eine Sitzgelegenheit zu finden, was infolge der hohen Schneemassen nicht so recht gelingen wollte. So verspiesen wir unsere mitgebrachten Sandwiches im Stehen. Die kühle Witterung liess uns aber nicht lange rasten. Gestärkt für den Rest des Weges machten wir uns an den Abstieg nach Wolfetsmatt. Von hinten plötzlich Stopprufe, fragende Blicke zurück. Defekt an einem Schneeschuh, tönte es nach vorne. Dann sah ich Doris, wie sie einen Schneeschuh, respektive den übriggebliebenen Teil davon, über dem Kopf schwenkte. Ich sah mir diese Sache etwas genauer an. Die Bindung war total vom Schneeschuh abgerissen und konnte nicht wieder befestigt werden. Dank der Spende eines Hosengurtes und einer dünnen Schnur gelang es mir, den Schuh auf der Unterkonstruktion notdürftig zu fixieren. Doris musste nun mit vorsichtigen Schritten hinterher laufen.

Bei Wolfetsmatt begann der Weg wieder zu steigen und wir erreichten nach einigen Schweisstropfen durch den wunderschönen Schluchtweg in 25 Minuten wieder die Egghütte. Während des Getränkehaltes musste ich den Schneeschuh von Doris nochmals neu fixieren, denn die Schnur hatte sich an den scharfen Metallkanten durchgescheuert. Nun ging es in der Aufstiegsspur nach unten zurück zum Ausgangspunkt in Langis, wo wir nach insgsamt fünf Stunden eintrafen.

Nachdem die gemieteten Schneeschuhe und Stöcke im Sportgeschäft zurückgegeben waren, marschierte ein Teil zu Fuss, die anderen auf den Schneeschuhen die Passstrasse hoch zum Glaubenberg Passhöchi-Beizli, wo für uns ein feines Käsefondue zubereitet wurde. Bei gemütlicher Stimmung wurde über manches diskutiert und gelacht. Leider verflog die Zeit viel zu schnell und nach einem Glaubenberg-Kaffee machten wir uns bei sternenklarer Vollmondnacht auf den Rückweg zum Parkplatz.

Nach Scheibenkratzen aussen und Scheibentrocknen innen brachte uns Evelyne mit ihrem Bus wohlbehalten nach Hause zurück. Es war ein erlebnisreicher, spannender und wunderschöner Tag im Gebiet des Glaubenbergs. Ich hoffe, dass es nicht die letzte Schneeschuhwanderung war. Ich bin jedenfalls sofort wieder dabei.

Karin Kissling

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Die Gruppenleiter/-innen der LG Niederamt und LSG Olten bilden sich weiter

LauftechnikGut ausgebildete Gruppenleiter/-innen sind eines der Qualitätsmerkmale der Laufgruppe Niederamt und der Laufsportgruppe Olten. So trafen sich die laufbegeisterten Verantwortlichen auf Einladung von Karin Kissling, der technischen Leiterin der LG Niederamt, zum diesjährigen Weiterbildungstag in der Turnhalle der Kreisschule Mittelgösgen. Das interessante Programm bot im ersten Teil eine Auffrischung der Kenntnisse für lebensrettende Sofortmassnahmen und im zweiten Teil Theorie und Praxis in Lauftechnik. Unter der kompetenten Leitung der Pflegefachfrau und Ausbildnerin Annelise Müller lernten wir, was bei Herz-Kreislauf-Notfällen zu tun ist. Begriffe wie BLS (Basic Life Support) und AED (Automatischer Externer Defibrillator) sind nun keine unbekannten Abkürzungen mehr. Die theoretische Wissenvermittlung wurde auch sogleich in die Praxis umgesetzt und das Beatmen sowie Herzmassage an lebensechten Puppen geübt. Zudem lernten wir den Umgang mit einem Defibrillator. Ein herzliches Dankeschön an Annelise, die es verstanden hat, uns die Hemmungen vor einem beherzten Eingreifen im Notfall zu nehmen.Reanimationsübung am Dummy

Zum Thema Lauftechnik erklärte uns Karin Kissling das Prinzip und den Aufbau der Pose-Technik. Diese macht uns beliebt, die Bodenreaktionskraft optimal fürs Laufen zu nutzen, um damit dynamischer, kräfteschonender und vor allem schneller laufen zu können. Anhand von äusserst anschaulichen Beispielen und Videoaufnahmen übten wir auch hier das Erklärte gleich 1:1, was uns manchen Schweisstropfen kostete. In einem anschliessenden Kurztraining draussen versuchten wir, das Erlernte in die Praxis umzusetzen.

Beim anschliessenden Nachtessen war man einhellig der Meinung, dass dieser gemeinsame Ausbildungstag einmal mehr äusserst wertvoll war, können so Synergien genutzt werden und jeder kann vom Erfahrungsschatz der anderen profitieren. Ein grosses Lob geht an Karin Kissling, die uns mit grossem Engagement und viel Herzblut einen abwechslungs- und lehrreichen Tag geboten hat. Wir sind voll motiviert, die Pose-Technik und damit die Freude an der Lauftechnik, an unsere Mitglieder weiterzugeben.
Kräftigende Technikübung

 








Evelyne Scheuss

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Tüfelsschlucht-Berglauf

Am 24.4.09 begann die diesjährige Jura-Top-Tour, wie immer die letzten Jahre, mit dem Tüfelschlucht-Berglauf .

Kurt am BelchenlaufConstantinMit der Ausschreibung zu der Jura- Top- Tour war ein Flyer beigelegt: Bewerbe dich als Mitglied des Universal-Mizuno-Selection-Team. Spontan wie ich bin, habe ich mich beworben. Und so kam es wie es kommen musste: Ich starte an der diesjährigen JTT in einem pinkfarbigen Shirt, schwarzen Hosen und Laufschuhen gesponsert von Mizuno. Insgesamt starten acht Teams zu je fünf LäuferInnen an der JTT 2009. Ich kämpfe im Frauenteam Inspire.

Der Start erfolgte bei guten Bedingungen in 3 Startblocks. Wie jedes Jahr war die LGN mit vielen Teilnehmern am Start. Nach einer Einlaufrunde ging es dann durch die Schlucht über 37 Brücken und Stege, durch einen Tunnel und unter einer Steinschlaggallerie hindurch, über 204 Treppen zuerst durch die untere und dann durch die obere Schlucht.

Da ich meine Energien in der Schlucht nicht im Kampf mit den Teufel vergeben hatte, gings angefeuert von vielen Fans, im Schlussspurt zum Ziel, Kaspar am TüfelsschluchtlaufEvelyne am TüfelsschluchtlaufChregu am TüfellschluchtlaufZita am Tüfelsschluchtlaufbeim Restaurant Allerheiligenberg. Im Ziel etwas trinken und schon gings weiter mit Zita (hatten eine rege Diskussion über die Farbe meines Shirt), Andy und Christian hinunter nach Hägendorf.

Bei Kaffee und Kuchen konnte dann der Lauf analysiert werden. An der Rangverkündigung erhielt dann ein grosser Teil der LGN-er Laufsocken. Jedoch bei der Schlussverlosung war uns dieses Mal das Glück nicht hold.

Und so ging ein gemütlich- sportlicher Abend vorüber.

Ursula Baer


LGN- LäuferInnen:

Bär Ursula, Häfeli Zita, Scheuss Evelyne, Strub Silvia, Von Felten Ursula, Dion Hans-Ulrich, Haas Hanspeter, Gilgen Andy, Ritz Kaspar, Roth Kurt, Schacher Christian, Schlosser Christian, Streit Constantin, Wälti Richard.

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Die LG Niederamt am Aargauer Volkslauf

Die LGN ist sehr aktiv in die neue Saison mit Laufaktivitäten im 2009 gestartet.

Aargauer Volkslauf, GruppenfotoAuch dieses Jahr schaffte es die Laufgruppe Niederamt wieder, eine grosse Mitgliederzahl des Vereins zu animieren, am Volkslauf in Aarau, der wunderschönen Strecke der Aare entlang Richtung Rupperswil, Biberstein und wieder zurück, teilzunehmen. Ab 15 klassierten TeilnehmerInnen eines Vereins wird der Vereinskasse vom Organisator 150 Fr. ausbezahlt. Diese konnten bereits letztes Jahr in einen gemeinsamen Brötlianlass in der späteren Saison investiert werden. So freuen sich auch heute bereits die aktiven Teilnehmenden der LGN auf den Lohn der Strapazen vom Volkslauf 2009, der bei über 20 Grad Celsius hohen Temperaturen und strahlender Sonne viele Schweisstropfen abforderte. Die Gemütlichk

eit wird im Verein nebst gezielten gemeinsamen Laufanlässen bewusst gefördert. Nicht primär der sportliche Ehrgeiz und Höchstleistungen stehen im Vordergrund, sondern vielmehr der individuelle und gemeinsame Anreiz für die Bevölkerung in der Region Niederamt, durch Bewegung und Spass einen gesundheitlich positiven Ausgleich zu den Alltagsbelastungen zu finden. Interessierte erhalten jederzeit Infos über Anlässe und Vereinsaktivitäten im Internet auf www.lgniederamt.ch. Geführte Trainings finden jeden Dienstag Abend ab der Sporthalle in Obergösgen statt.

Beat Stauber

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2. Wengi Berglauf, 2. Mai 2009 in Matzendorf

ZitaGeriEvelyneVeronikaKurtKasparHans-Peter

Zwischen zwei Juraketten eingebettet, in Matzendorf, bereiten sich 

Veronika auf dem 3. Rang

ambitionierte Läuferinnen und Läufer auf den Start des zweiten Wengi-Laufs vor. Um 19.15 Uhr wird zum zweiten Wertungslauf der Jura-Top-Tour gestartet. Für die rund 380 Jogger geht es in 7.8 Kilometer auf die Wengi.

Schon früh, zwischen Weiden gebettet, zeigt der Weg zur Wengi hoch. Die Anwohner jubeln, beeindruckt, 

verständnislos oder engagiert, den Sportlern zu. Nach einem steileren Aufstieg und ausser Atem wird man vom Klang der "Trychler" die nächsten 

paar hundert Meter getragen. Anschliessend wird der Puls durch den steilen Waldweg angehoben. Nach diesem Anstieg ist das Rennen jedoch noch nicht zu Ende. Es folgen ein Abstieg und ein weiterer Kilometer, den man schnell in den Waden zu spüren bekommt. Dann endlich erblicke ich den Zielbogen. Schlussspurt. Geschafft!

Ein Becher Tee lässt die schweren Beine schnell vergessen. Die eindrückliche Aussicht bewundere ich zwischen den Dehnübungen. Mit einer rasanten Fahrt in einem überfüllten Minibus werde ich zurück zum Schulhaus transportiert. Den Abend rundet eine grosszügige, schmackhafte Portion Spaghetti Bolognese im stimmungsvoll geschmückten Saal des Restaurants Sternen ab. Dann folgt eine tolle Überraschung: Vor der Rangverkündigung heitern die 15 "Trychler" nochmals die Stimmung auf.

In einer Woche steht schon der nächste Jura-Top-Tour-Lauf auf dem Programm!

Constantin Streit

Universalsport Mizuno Selection Team "Elixir"


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Roggenlauf 15.Mai 2009

Als absoluter Berglaufneuling wage ich mich an die 10,2 km vom Roggenlauf.

Hans-PeterChreguLaufanalyseDer Himmel ist grau und wolkenverhangen und verspricht nicht viel Gutes. Doch der Wettergott hatte Erbarmen . Es regnete nur vor und nach dem Lauf. Den Startschuss (etwas zu leise) verpassen Ursula und ich total. Keine Angst, auch unsere Beine beginnen sich im Sog der Läufer und Läuferinnen zu bewegen. Unser Traum vom heutigen Abend ist das Ziel auf dem Berg.

Wie so oft lasse ich mich von den Schnellen mitreissen. .Aber nicht sehr lang! Schon nach kurzer Distanz geht es nur noch bergaufwärts. Nach rund 7 km erreiche auch ich den höchsten Punkt .Von jetzt an geht es abwärts. Wie schön, denke ich, jetzt kann ich sicher noch etwas Zeit gutmachen. Dem ist aber leider nicht so. Der Weg ist ziemlich uneben und glitschig. Zudem sind noch einige Rutschpartien zu überwinden. Dies verdanken wir dem vorausgegangenem Regen. Zu allem Pech plagt mich das blöde “Siitestäche”. Ursula scheint es besser zu gehen. Sie tastet sich immer näher heran.

Zum Schlussspurt reichen meine Kräfte nicht mehr. Aber auch so überquere ich die Ziellinie, dicht verfolgt von Ursula.

Die LGN-Läufer/-innen:

Baer Ursula 1:01:08
Grimm Veronika 1:01:02
Haas Hanspeter 52:29
Häfeli Zita 55:19
Schacher Christian 47:36
Streit Constantin 51:25
Strub Silvia 1:05:45
Weibel Gerold 57:12

Veronika Grimm

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GP Fricktal

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28. Gempen-Berglauf vom 3. Juni 2009

28. Gempen-Berglauf vom 3. Juni 2009 Nach unserer 9-tägigen Velotour und einer beinahe zweitägigen Heimfahrt-Odyssee mit Trenitalia von Trieste nach Olten am Pfingstwochenende sowie dem gestrigen Lauftraining hatte ich so schwere Beine, dass ich mir nicht vorstellen konnte, an einem Lauf überhaupt teilnehmen zu können. Die Tatsache, dass der Gempen-Berglauf "nur 7,8 km lang mit 426 m Steigung" ist, besiegte meine Zweifel.

Das Herren Dream-TeamUnsere Bergflöhe Andi und GeriEve - geschafftUrsula nimmt Gratulationen entgegenAm Mittwochabend fuhren Christian und ich mit gemischten eine Hälfte von uns sogar mit negativen Gefühlen im Ferrari-Tempo nach Dornach. Die Temperatur sowie die Luftverhältnisse entsprachen nicht unbedingt meinen Wunschvorstellungen; für mich war es einmal mehr viel zu heiss. Dank zahlreichen bekannten Gesichtern und dem obligaten Tiefstapeln ging ich mit dem 2. Block beim Startschuss trotzdem einigermassen gelassen los. Die asphaltierte Strasse wand (oder windete) sich in einer regelmässigen Steigung hoch, hauptsächlich durch den schattenspendenden Wald. An diesem Abend mutierte ich zur Genussläuferin und lief konstant, aber im Wohlfühltempo, Kurve um Kurve hoch bis zum Dorf Gempen. Dort feuerten uns Jung und Alt lautstark an und unterstützten uns mit Bravo-Rufen für den Rest des Laufes. Ich fühlte mich wirklich gut, bis ......, bis sozusagen das Highlight dieses Berglaufes kam: Ausserhalb des Dorfes erwartete uns eine happige Steigung mir kam es wie eine Wand vor , die ich unter mitleidigem Lächeln und lockeren Sprüchen der am Wegrand stehenden Leute tapfer meisterte. Nur nichts anmerken lassen und Freude zeigen! Und schon bald machte es auch wirklich Spass, denn ich überholte doch einige gequält wirkende Mit-Läufer/-innen. Und nach einigen Windungen auf relativ flachen Wiesen- und Waldwegen war das Ziel in Sicht. Geschafft!

Und dann diese Aussicht von hier oben wahrhaft eine Belohnung für den schweisstreibenden Aufstieg. Zum Auslaufen gings zu Fuss runter nach Dornach, aber nicht auf der Strasse, sondern wunderbar durch Wald und Wiesen. Nach dem anschliessenden Duschen waren die Anstrengungen schnell vergessen. Unter freiem Himmel genossen wir das gemütliche Beisammensein mit unseren Laufkolleginnen und Laufkollegen.

Herzliche Gratulation an die LG Niederämter:

F35 Silvia Strub 48:10
F40 Ursula Baer 46:17
F45 Zita Häfeli 43:05
F50 Evelyne Scheuss 52:26
M20 Constantin Streit 39:32
M40 Christian Schlosser 36:43
M40 Andy Gilgen 41:47
M45 Hanspeter Haas 39:59
M50 Christian Schacher 37:24
M50 Gerold Weibel 42:51
M60 Heinz Wälti 44:33

Evelyne Scheuss

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100 km-Staffettenlauf in Biel, 12./13. Juni 2009

Unter den Läuferkreisen bekannt als „Nacht der Nächte“ zählt der 100 km-Lauf von Biel zu den anforderungsreichsten und bekanntesten Langstreckenläufen der Schweiz. Auch für Nicht-100 km-Läufer werden in dieser Nacht verschiedene Streckenlängen angeboten. So versuchten wir zum ersten Mal, das Stafettenerlebnis „by Night“ zu geniessen.

So fuhren wir mit zwei Fünfer-Teams, als «Speedy» und «Gonzales» gemeldet, in zwei «Grossraum-Limousinen» am Freitag um 19.30 Uhr in Olten ab. Pünktlich für die Startnummern-Abholung trafen wir im Eisstadion in Biel ein. Noch auf dem Parkplatz wurde die Laufbekleidung montiert, inkl. Startnummer vorne auf dem Leibchen und das Schild «Stafette» auf dem Rücken.

Bevor Veronika für das Team «Speedy» und Ursula für «Gonzales» um 23.00 Uhr starten konnten, blieb uns noch genügend Zeit, die Startenden der Haupt- und Marathonkategorien anzufeuern. Unter den Marathonläuferinnen befand sich auch unsere technische Leiterin Karin, die ihren ersten Marathonlauf in der Zeit von vier Stunden anstrebte.

Endlich ging es los! Bei optimalen Witterungsbedingungen machten sich unsere zwei Startläuferinnen auf die 17.5 km lange Strecke nach Aarberg auf den Weg. Nun lag es an den zwei Fahrerinnen Evelyne und Angelika, eine Spur durch die zum Teil gesperrten Strassen von Biel zu finden, um rechtzeitig am Wechselort zu sein. Nach einer Irrfahrt durch die Stadt und die nähere und weitere Umgebung fanden wir doch noch das Städtchen Aarberg.

Unweit der Holzbrücke machten sich Ruedi und Cédric für die Ablösung bereit. Derweil standen wir mit Fotoapparat bewaffnet auf der Holzbrücke und warteten auf unsere zwei Läuferinnen. Wir hatten genügend Zeit, die verschiedenen Lauftechniken und Bekleidungsarten der Teilnehmer zu studieren und zu bestaunen.

Etwas unverhofft tauchte zuerst unsere Marathonläuferin Karin auf. Sie lief locker und lächelnd an uns vorbei, so als ob sie erst gestartet wäre. Wir schrien ihr zu, wünschten alles Gute für den Rest des Weges und schon war sie im Dunkeln der Nacht verschwunden.

Lange mussten wir nicht mehr warten; etwas unter der erwarteten Laufzeit tauchten beide gemeinsam auf der Brücke auf. Der Wechsel klappte problemlos und es lag nun an Ruedi und Cédric, ihre Halbmarathondistanz von 21 km bis Oberramsern zu bewältigen.

Veronika und Ursula hatten sich unterwegs gegenseitig angetrieben und entsprechend schweissgebadet kehrten sie mit uns zu den Fahrzeugen zurück. Ohne grössere Umwege erreichten wir via Autobahn und das Limpachtal den Wechselort Oberramsern. Der zugewiesene Parkplatz an der leicht abfallenden Böschung eines Feldes mit überhohem Gras liess das Umkleiden etwas schwierig gestalten. Immer wieder verfingen sich einzelne lange Grashalme in den Kleidungsstücken.

Nach einem heissen Kaffee aus der Thermoskanne und einer kleinen Zwischenverpflegung begaben wir uns an die ca. 500 m entfernte Wechselzone. Evelyne und Urs meldeten sich bei der Postenkontrolle an und verschwanden anschliessend im nahegelegenen Restaurant auf ein stilles Örtchen. Mit Spannung warteten wir in der zwischenzeitlich kühler gewordenen Nacht auf unsere Ankömmlinge. Wer wird wohl als Erster kommen, wie gross der Abstand zwischen beiden sein? Ruedi kam als Erster, Urs konnte mit ca. 4 Minuten Vorsprung auf Evelyne den dritten, 17.6 km langen Streckenabschnitt nach Kirchberg in Angriff nehmen. Cédric musste 8 km vor dem Ziel Ruedi ziehen lassen, dieser klagte dafür über kommende Krampferscheinungen gegen Schluss des Rennens.

Plötzlich rief uns eine bekannte Stimme aus der Dunkelheit zu, Karin war kurz vor dem Ziel des Marathons. Wir feuerten sie nochmals zu einem Endspurt an und stellten mit Freude fest, dass sie ihr angestrebtes Ziel problemlos erreichen wird.

Wir kehrten wieder zum Auto zurück, sammelten alle unsere Utensilien ein und fuhren zum nächsten Etappenwechsel nach Kirchberg. Die schlechte Beschilderung führte dazu, dass wir drei mal durch das Dorf fuhren, bis wir endlich die richtige Abzweigung zur Wechselzone fanden. Aber auch dort standen Schlosser Christian und ich rechtzeitig für die Ablösung bereit. Etwas länger als eigentlich erwartet dauerte es, bis Urs mit der Wut im Bauch angebraust kam. Im guten Glauben, dass die vor ihm Laufenden die richtige Route einschlugen, lief er ihnen hinterher. Später, nach ca.1 km merkten sie, dass sie auf dem falschen Weg unterwegs waren und kehrten um. So kam Urs unfreiwillig zu zwei Zusatzkilometern.

Sonnenaufgang um BibernIch montierte mir seinen Zeitchip am Fussgelenk und lief los Richtung Emmendamm zum berüchtigten Ho-Chi-Minh-Pfad. Über Wurzeln, Steine und Löcher führte der schmale Pfad ca. 10 km weit der Emme entlang, bevor in Biberist auf die Asphaltstrasse gewechselt werden konnte. Langsam wurde es am Horizont hell und der Tag begann zu erwachen. Auf der zweiten Hälfte der 20.5 km langen Strecke durch das Biberntal begann ich die Kühle des Morgens zu spüren, meine Hände wurden kalt und kälter. Noch bevor mich die ersten wärmenden Sonnenstrahlen erreichten, konnte ich Laufkollegin Angelika auf den Schlussabschnitt nach Biel schicken. Kaum war sie weg, sprintete auch schon Schlosser Christian vom Partnerteam um die Hausecke und übergab an Gerold. Dieser beklagte sich noch vor dem Rennen über sonderbare Schmerzen, die sich vom Rückenansatz über das Gesäss und den Oberschenkel zogen. Trotzdem versuchte er seine Etappe von 23.4 km Länge bis ins Ziel zu laufen

Bei Kilometer 91 machten wir nochmals einen Zwischenstopp, um nach seinem Befinden zu fragen. Es schien ihm gut zu gehen, denn mit den Worten „de cheibe Engländer dört vorne holi no“ sauste er an uns vorbei. Beruhigt stiegen wir wieder ins Auto und fuhren zum Ausgangs- und Zielort Eisstadion Biel. Angelika tauchte auch hier als Erste auf und gemeinsam liefen wir als Team «Gonzales» die letzten Meter zusammen ins Ziel. Geri erschien rund sechs Minuten später mit seinem Team «Speedy» im Ziel. Nach den gegenseitigen Gratulationen, Karin hatte sich nach ihrem Marathondebut auch noch zu uns gesellt, holten wir gemeinsam unsere Finisher-Shirts und die Urkunden ab.

Nach etlichen Fotosequenzen, einem stärkenden Kaffee und einem Berliner als Belohnung machten wir uns gemeinsam auf die Heimfahrt. Eine spannende und erlebnisreiche „Nacht der Nächte“ hinter uns, freuten wir uns jetzt dennoch auf ein paar wenige Stunden Schlaf am Samstag Nachmittag.

Am Staffellauf nahmen teil:

Team «Speedy»: Totale Laufzeit 8‘27’59 Std. 
Veronika Grimm, Cédric Hagmann, Evelyne Scheuss, Christian Schlosser, Gerold Weibel.

Team «Gonzales»: Totale Laufzeit 8‘21’48 Std.
Ursula Baer, Ruedi Künzli, Urs Meier, Christian Schacher, Angelika Küng.

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Passwang-Berglauf - 9. Mai 2009

Da der ursprünglich vorgesehene (Flaschenpost)-Bericht offensichtlich in stürmischen Wassern untergegangen ist, folgen hier im Telegramm-Stil einige Eindrücke vom 3. Lauf der Jura-Top-Tour.

Temperatur 23° / Wetter warm-feucht, teilweise windig, gewittrige Bewölkung / Strecke 10,3 km und 642 Höhenmeter / Start in Mümliswil bei Schulhaus Brühl, Ziel oberhalb Bergrestaurant Oberer Passwang, Finisher 108 Frauen und 320 Männer.

Diesmal stand ich als Läuferin, und nicht wie bisher jeweils als Zuschauerin, in Mümliswil am Start. Um 17.00 Uhr lief ich mit der Startnummer 287 auf der Brust mit weiteren rund 400 Teilnehmern los. Der Anfang war schon berglaufmässig, bereits wenige Meter nach dem Start ging es steil bergauf. Am Strassenrand erblickte ich ein bekanntes Gesicht: Hansruedi Gygax spornte mich an und machte mir Mut für den weiteren Verlauf. Nach einer mir ellenlang vorkommenden Strecke ging es zum Glück wieder einmal geradeaus. So konnte ich etwas verschnaufen für die noch bevorstehenden Höger. Die Strecke war schön, anstrengend, ging über Wiesen, durch Wälder, und meistens bergauf. Aber ich habe durchgebissen. Unterwegs wurden wir Läufer immer wieder angefeuert und beglückwünscht mit Bravo-Rufen. Endlich war das Ziel in Sicht! Das Wetter hat sich gut gehalten, die Gewitterwolken haben sich in dieser Region nicht entladen. Diesmal hatte ich keine Lust, den Rückweg zu Fuss zu machen. So liessen sich meine Kollegin Susanne und ich mit einem der Kleinbusse nach Mümliswil zurückfahren. Und dass auch eine Talfahrt den Puls in die Höhe schnellen lassen kann, haben wir dabei erfahren. Unser Buschauffeur musste auf dem äusserst schmalen Natursträsschen einem bergwärts fahrenden Personenwagen ausweichen und geriet dabei gefährlich an den rechten Strassenrand und rutschte etwas ab, was uns nochmals einen Schweissausbruch bescherte.

Nach einer erfrischenden Dusche liessen wir uns in der Festwirtschaft nieder, füllten unsere Kohlenhydratspeicher, ersetzten die verlorene Flüssigkeit und genossen in gemütlicher Runde das anschliessende Rangverlesen.

Von der LG Niederamt waren dabei:

F35 Silvia Strub 1:20:18
F40 Ursula Baer 1:10:59
F45 Zita Häfeli 1:06:02, Rang 4
F50 Evelyne Scheuss 1:22:14
F55 Veronika Grimm 1:10:49, Rang 3
M40 Christian Schlosser 54:42
M40 Andy Gilgen 1:04:48
M45 Kaspar Ritz 56:40
M45 Hanspeter Haas 1:01:04
M50 Christian Schacher 54:44
M50 Gerold Weibel 1:04:12
M50 Kurt Roth 1:12.50
M60 Heinz Wälti 1:09:54

Herzliche Gratulation allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen! Noch ist die Jura-Top-Tour nicht beendet; es stehen noch weitere Bergläufe an. Freuen wir uns auf diese Herausforderungen.

Evelyne Scheuss

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10. Grenchenberglauf am 21. Juni 2009

Bei angenehmer Temperatur fanden sich ca. 500 Läuferinnen und Läufer ein zur 10. Auflage des Grenchenberglaufes. Zum Jubiläum wurde an alle eine praktische Sporttasche abgegeben. Die Wetterlage war nicht mehr so stabil wie zuvor. „Was ziehe ich an zum Laufen?“ mögen sich wohl manche gefragt haben, denn entlang dem Jura könnten sich heute doch vereinzelte Regenschauer entladen. Ich entschied mich für kurze Hosen und T-Shirt.

Der Startschuss fiel punkt 10 Uhr, die Läuferschar setzte sich in Bewegung Richtung Wald. Ich reihe mich in den letzten Jahren weit hinten ein, so komme ich nicht in Versuchung, am Anfang zu schnell zu laufen. Unterwegs treffe ich so viel mehr Bekannte, mit denen ich ein paar Worte wechseln kann. Andere zu überholen ist immer motivierender als ständig überholt zu werden. Nach einem sehr langen Anstieg hörte ich plötzlich Musik mitten im Wald. Auf einem ebenen Wegstück spielte eine Guggenmusik gerade eine schöne Melodie. Diese Musik gab mir mächtig Auftrieb für den nun noch steiler werdenden Weg. Weiter oben waren es mal Kuhglocken, dann auch Alphornklänge, die die Läufer aufmunterten und anspornten. Die letzten zwei Kilometer führten über geteerte Strasse an der Sonne. Doch hier oben weht meist eine frische Brise, die willkommene Kühlung bringt. Auf Höhe der Feuerstelle mit dem Bundesrat Ritschard-Gedenkstein beginnt noch eine letzte aber langgezogene Steigung, bevor man runterläuft gegen das lang ersehnte Ziel. Die Reserven werden noch mal angezapft, um die Laufzeit noch ein paar Sekunden zu verbessern. Das Ziel ist erreicht und man kann sich in Ruhe verpflegen, denn unterwegs musste dies ja immer schnell vonstatten gehen. Hier am Ziel, wie auch auf der Strecke unterwegs, sitzen und stehen überall viele Zuschauer, die uns mit viel Applaus unterstützen. Ich war zufrieden. Es lief mir heute ganz gut. Im Vergleich zum Vorjahr war ich 4 Minuten schneller, was für einen guten Rang in der Kategorie reichte.

Gut organisiert war auch der Rücktransport aller Läufer und Zuschauer nach Grenchen mit Postautos.

Mit 12,0 km und 860 m HD sei dieser Berglauf der steilste der Jura-Top-Tour-Serie. Mir hat dieser Lauf von Anfang an zugesagt wegen der abwechslungsreichen Strecke, die meist durch schattigen Wald führt. Ich liebe auch die vielen starken Steigungen. Ich war aber doch etwas überrascht, als mir Laufkollegen sagten, ich sei auch bei denjenigen Teilnehmern, die alle 10 Grenchenbergläufe absolviert hätten. War ich doch bei diesem oder jenem JTT-Lauf verhindert gewesen, wegen anderer Hobbys wie Musik oder Auslandreisen. Die Jubilare mit 10 Teilnahmen dieses Berglaufes durften einen schönen Preis entgegennehmen; ein Fernglas und Reka-Checks.

Von unserer Laufgruppe waren dabei
Doris Gremaud, Zita Häfeli, Christian Schlosser, Richard Wälti und Heinz Wälti. Ein Bravo an alle, die sich die Mühe genommen haben, diesen doch etwas anstrengenden Lauf zu bestreiten.

Heinz Wälti

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23. Schweizer Fauenlauf - 14. Juni 2009

Am Sonntag, 14. Juni 2009 wurde der Schweizer Frauenlauf zum 23. Mal gestartet. Vom 1. Frauenlauf 1987 mit 2‘230  Grossanlass von Teilnehmerinnen hat sich dieser Lauf zu einem rund 12‘500 Teilnehmerinnen entwickelt. Und an diesem Lauf sind Bettina Siegrist, Ruth Püntener und Evelyne Scheuss beinahe jedes mal gestartet. Einmal mehr auch an diesem heissen 14. Juni 2009!

Nun waren Ruth und ich schon froh, durften wir so früh loslaufen. Unsere Startzeit war um 09:02 Uhr. Schon warm, aber noch nicht heiss; doch es versprach, ein ausserordentlicher Sommertag zu werden. Während der ersten, sozusagen Aufwärmrunde, freuten wir uns bereits auf die zweite Hitzerunde. Wir waren nicht gerade unglücklich, als wir über den Zielstrich rannten und die Hitzeschlacht unbeschadet überstanden hatten. Nun konnten wir unser Finisher-Shirt und sonstigen Bhaltis in Empfang nehmen und mit der Sonne um die Wette strahlen.

Dank der tollen Organisation funktionierte das mit den Garderoben (genügend Platz) und den Duschen (grosse Duschzelte mit warmem Wasser) bestens. Frisch und munter widmeten wir uns dem zweiten Teil des Anlasses, unterstützten weitere Läuferinnen, die wir kannten und stürzten uns ins Getümmel. Die Fotos hat Pius „geschossen“, der uns beide während des Laufes mit Hopp-Rufen unterstützt und motiviert hat. Herzlichen Dank Pius!

Ruth hat sich mit 56,47 auf Rang 73 bei den Frauen55 klassiert, ich mit 54,15 auf Rang 85 bei den Frauen50, und Bettina Siegrist hat die 5 km NordicWalking in 42,47 abgespult.

Evelyne Scheuss

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Timeless Moments in der Ostschweiz - Gigathlon 2009

Sonntag Abend, 8. Juli 2006:

Wir, das heisst, ein Team der Laufgruppe Niederamt befand sich auf dem Heimweg von Bern Richtung Niederamt. Der Gigathlon 2006, der unter dem Motto „L’aventure continue“ stand, gehörte der Vergangenheit an. Zufriedene Gesichter und die Erinnerung an einen tollen Anlass waren unsere Begleiter auf dieser Fahrt. Umso mehr liessen wir die Impressionen dieses Wochenendes nachwirken, weil es für den einen oder anderen zugleich eine ‚Derniere’ sein könnte…

…doch erstens kommt es anders,…

Anfang Mai 2009:

Das Telefon klingelt; Roger Schenker ist am Apparat. Noch bevor er mir den Grund seines Anrufes nannte, kam in mir, einer Vorahnung gleich, ein Gedanke auf: „L’aventure continue!!!...“

…und so sassen Mitte Juni fünf Athletinnen und Athleten bei Roger Schenker zu Hause um den Gartentisch versammelt: Nadja Künzli, Sara Schmid (eine Studienkollegin von Nadja), Ruedi Künzli, Gastgeber Roger Schenker und ich. Es ging dabei um Detailbesprechungen des Ablaufes des Gigathlons 2009, an dem wir als „Team of Five“ teilnehmen wollten. Ruedi, unser Mannschaftskapitän konnte uns Positives berichten betreffend Sponsoren. Obwohl sich Firmen momentan mit Sponsoring eher zurückhalten, konnten wir dank diversen Beiträgen unsere persönlichen Auslagen massiv reduzieren. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an die teilweise langjährigen Sponsoren.

Auch fühlte sich jeder Teilnehmer ausreichend trainiert, um diesen dreitägigen Event durchzustehen.

Freitagmorgen, 2. Juli 2009; Treffpunkt vor Ruedi Kuenzlis Anwesen:

Unser langersehnter Tag X war angebrochen. Uns erwartete während dreier Tagen im Raum St. Gallen – Ostschweiz „Timeless Moments“ auf Inline Skates, Montainbike, Rennvelo, mit Laufschuhen oder schwimmend im Neoprenanzug.

In gewissen Bereichen unterschied sich der Gigathlon 2009 nicht von vorhergehenden Gigathlons. Als „Business as usual“ konnten sicherlich die Wartezeiten im Stau vor den Parkplätzen bei der AFG-Arena in St. Gallen, sowie später bei der Anfahrt der Wechselzonen bezeichnet werden.

Es gab aber auch einige Neuerungen. So war der Start- und Zielort für alle drei Tage in St. Gallen. Das Abholen der Startnummern, Zelte und sonstige Utensilien wurde neu als „Check Out“ bezeichnet. Damit wollten die Organisatoren das Auschecken vom Arbeitsalltag symbolisieren.

Auch fand am ersten Tag ein so genanntes „Cool Down“ statt. (Cool Down = Abschalten vom Arbeitsstress). Konkret war das quasi ein Testlauf mit allen fünf Disziplinen auf einer kürzeren Strecke (total 49,6 km) ohne Zeitmessung. Startzeit konnte in einem Zeitfenster individuell gewählt werden. Die mehrheitlich zentralen Wechselzonen und die gelöste, lockere Stimmung unterwegs verliehen diesem Freitag eine ganz persönliche „gigathlon-atypische“ Note. Athletinnen und Athleten hatten während diesem Einsatz genug Puste für einen entspannten Schwatz unterwegs. Vor allem die Laufstrecke glich während gewissen Abschnitten eher einem aktiven Kaffeekränzchen als einem Wettkampf. Auch war Zeit genug, beim Laufen und Rennvelofahren auf den Hügeln rund um St. Gallen einen ausgiebigen Blick Richtung Appenzellerland und das Alpsteingebirge schweifen zu lassen. Lediglich die Bikestrecke wartete bereits am „Cool Down“- Tag mit einigen technischen Knackpunkten und gewissen konditionellen Anforderungen auf. So meldeten doch einige Biker an diesem „Prolog“ Reifenpannen und ähnliches. Speziell war sicherlich auch die Schwimmstrecke, die in einem kleinen altertümlich anmutenden Badeweiher in einem Zickzack-Kurs absolviert werden musste. Ohne Zwischenfälle beendeten wir diesen ersten lockeren „Wettkampftag“ kurz nach fünf in St. Gallen – Kreuzbleiche, wo sich auch das ganze Gigathlon-Dorf befand.

Während das Gros der TeilnehmerInnen den Tag mit dem Aufsuchen ihres roten Zeltes abschloss, machten wir uns auf den Weg zu unserer Bleibe, der Jugendherberge St. Gallen.

Samstag morgen, 3. Juli; 5:45 Uhr, Jugendherberge St. Gallen:

Der Wecker riss mich aus meinem ohnehin sehr oberflächlichen Gedöse. Schnell hatten meine Mitstreiter und ich ihre nötigen Utensilien für den ersten wirklichen Ernstkampf an diesem „Hilly Saturday“ gepackt.

Wir hatten das Glück, dass wir uns nicht beim „Pfadilager“ in der Kreuzbleiche in die Morgenessenkolonne einreihen mussten. Die Nicht-Zeltenden wurden ein wenig abseits der Masse ohne Wartezeiten verpflegt. Sara, unsere Schwimmerin und Nadja, die 59 km lange Inlineskate-Strecke in Angriff nehmen musste, wurden durch Züge an ihre jeweiligen Startorte gebracht. Die restlichen Teammitglieder hatten genug Zeit, sich mit dem PW zur zweiten Wechselzone in Buchs / Schaan zu begeben.

Punkt 8.00 Uhr fiel der Startschuss in Rorschach am Bodensee. Sara legte ihre 3 km schwimmend in einer grossartigen Zeit zurück und schickte ziemlich früh in Altenrhein Nadja auf Inlineskates das Rheintal hinauf.

Glücklicherweise hatte Nadja nicht mit Gegenwind zu kämpfen und so fuhr sie zeitlich wie geplant auf dem Sportplatz im Lichtensteinischen Schaan ein, wo Roger mit seinem Rennvelo auf seinen Einsatz wartete.

Zwischenzeitlich türmten sich links und rechts des Rheintales Wolken auf. Würde das schöne Wetter wohl anhalten oder gab es für Roger auf der Velostrecke eine feuchte Überraschung. Bei heissen Temperaturen entschwand Roger aus unserem Blick und er machte sich auf die 90 km lange Velostrecke mit langen, teils steilen Aufstiegen. 1700 Höhenmeter galt es für ihn zu überwinden. Als Highlight dieser Etappe war sicherlich die im Österreichischen Nachbarland gelegenen Übergänge Faschinajoch (1487 m) und Furkajoch (1759 m).

Dass man als Gigathlon-Organisator mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen hatte, zeigte auch die Tatsache, dass aufgrund einer Parallelveranstaltung am Faschinajoch die Wettkampfstrecke kurzzeitig gesperrt werden musste. Für die betroffenen Athleten hiess dies, dass der Wettkampf während dieser Zeit neutralisiert wurde. Glücklicherweise waren wir davon nicht betroffen.

Kurz vor 15.00 konnte ich mich für meinen Einsatz bereit machen. Roger erreichte locker und ohne einen Regentropfen abbekommen zu haben die Wechselzone in Oberriet. Wolken, die zuvor mein Ziel, den hohen Kasten verdeckt hatten, rissen wieder auf und so nahm ich den 12 km langen Weg bei drückender Hitze in Angriff. Die ersten beiden Kilometer waren komplett flach. Auf einem Transparent zwischen zwei Häuserfronten stand kurz nach Kilometer 2: ‚Jetzt geht’s aufwärts, viel Glück!!!’ Die 1400 Höhenmeter, die jetzt folgten, waren äusserst heftig, denn schon wenige Meter danach konnte ich schon die ersten gehende Athleten überholen. Als ich an zwei Teamathleten vorbeigetrabt war, hörte ich sie sagen: „Der hat auch keine zwei Stunden!“ Doch schon kurze Zeit später musste ich selber einen Gang zurückschalten, denn ich hatte ja erst etwas mehr als ein Drittel der Strecke absolviert. Jetzt wurden die Wege schmaler, der Untergrund unebner, Hindernisse wie kleine Bäche, Wurzeln, Steinmauern, und sogar Kühe stellten sich mir in den Weg. Über und unter mir eine Kolonne gehender Gigathleten. Der Anlass mutierte auf diesem Streckenabschnitt mehr und mehr zu einer Volkswanderung.

Zwei Kilometer vor dem Ziel spielte eine Guggenmusik „Moonlight shadow“. Noch einmal gab ich alles und konnte einige Ränge gut machen. Jetzt erst sah ich wieder die runde Kuppel des hohen Kasten und das Drehrestaurant, das wie eine Burg auf dem Felsen thronte. Nach einem kurzen Abstieg zum Kastensattel folgte das zäheste Teilstück der Strecke. Ich torkelte die letzten 500 Meter den Berg hinauf, wobei ich auch zweimal stolperte. Ziemlich erschöpft erreichte ich das Ziel auf 1780 Metern Höhe, wo mich eine überwältigende Aussicht die 1 ½-stündigen Strapazen vergessen liessen. Ab hier war das Rennen neutralisiert und mit der Seilbahn ging es gemütlich den Berg runter nach Brülisau. Der Blick von der Bahn auf das kleine Dorf, das überfüllt war mit Supporterautos und auf dessen Dorfplatz Hunderte von Athleten auf ihren Läufer warteten machte auf mich einen ziemlich grotesken Eindruck.

Ruedi auf dem Bike machte die Schlussetappe an diesem Tag. 40 km und 1200 Höhenmeter mit ruppigen Aufstiegen und technisch anspruchsvollen Abfahrten liessen auch ihn einige Grenzerfahrungen an diesem ersten Tag machen.

Kurz nach 20.00 Uhr erreichte Ruedi erschöpft, aber zufrieden das Ziel in St. Gallen.

Sonntag morgen, „flowing Sonday!“(Flowing tönt nach locker flockig):

Für Ruedi begann der Wettkampftag als erster. Auf Inlineskates ging es rund 40 km von St. Gallen nach Kreuzlingen, wo Hunderte gefüllter Neoprenanzüge in der prallen Morgensonne warteten und sich auf eine angenehme Abkühlung freuten.

Sara nahm auch am 2. Tag die Schwimmstrecke in Angriff. Obwohl sie sich von einem kreuzenden Kursschiff leicht vom Kurs abbringen liess und einige hundert Meter Umweg schwamm, legte sie die 2,8 km in gewohnt horrendem Tempo zurück.

Ein wenig weiter westlich schickte sie dann Nadja per Bike auf einen 57 km langen, anspruchsvollen Parcour. Gespickt mit 820 Höhenmetern und bei drückenden Temperaturen war diese anspruchsvollle Etappe auch für Nadja ein Kampf mit sich selber.

Sichtlich ausgepowert wie die meisten der Athleten auf dieser Strecke legte sie dann die Schlusssteigung in Frauenfeld zurück und drückte Roger den Datachip in die Hand. Dieser hatte mit dem Rennvelo ein stetes Auf und Ab auf 70 km zu bewältigen. Gewitterwolken türmten sich im Süden über den losfahrenden Rennvelofahrern auf und der Rest des Teams hoffte mit Roger, dass er während seines Einsatzes von Gewitter verschont bleiben würde…

…und siehe da, in Uzwil, dem letzten Übergabeort und dem Ziel von Roger war es zwar bedrohlich schwarz und ein zügiger Westwind blies, aber Petrus schien noch einmal ein Einsehen zu haben mit den Athleten.

Ob ich es mit Petrus irgendwann einmal vergeigt hatte, war mir nicht bewusst, doch kaum einen Kilometer nach meinem Start zur 24 km langen abschliessenden Laufstrecke spürte ich die ersten Tropfen auf meiner aufgeheizten Haut. Auf den nachfolgenden drei Kilometern kam mir diese Abkühlung mehr als gelegen. Irgendwann aber war im Tal der Glatt der Boden derart aufgeweicht und mit Pfützen übersäht, dass ich auf gut Glück von Morastloch zu Morastloch rannte, ohne die geringste Ahnung, was drunter war. Teilweise knöcheltief im Sumpf und von oben her komplett durchnässt, über feuchte Wiesen rutschend legte ich über eine Stunde meiner Strecke zurück, bis sich hinter meinem Rücken wieder die Sonne zeigte. Nach der Passage des Eisenbahnviadukt über die Sitter war das Ziel zum Greifen nahe. Nach Gigathlon-Manier wurden die Athleten hier allerdings nochmals einen steilen Hang hinaufgejagt, bevor sie auf der Schlussgeraden in der Kreuzbleiche von den Zuschauern frenetisch empfangen wurden. Das Einlaufen mit dem ganzen Team auf den letzten hundert Metern ist immer wieder eines der „Timeless Moments“, für das Mann und Frau die vorhergegangenen Strapazen gerne auf sich nehmen. Nach total 448,4 km und 8220 Höhenmetern war unser Gigathlon-Abenteuer zu Ende. In Total 21 Std. und 32 Min. erreichten wir als 397-stes von 891 Teams das Ziel.

Obwohl wir unterschiedliche Eindrücke auf unseren Etappen sammeln konnten, waren wir uns in zwei Dingen einig:

Es waren drei spannende, erlebnisreiche Tage.

Sowohl Samstag als auch Sonntag haben uns alles abverlangt (Nicht überall wo „Flowing“ draufsteht, ist auch „Flowing“ drin!

Und wer weiss, vielleicht sehen wir uns wieder, am Gigathlon 20..???

Chregu Schlosser

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28. Belchen-Berglauf vom 9.8.2009

Die diesjährige JTT-Serie geht langsam dem Ende entgegen. Bereits konnte mit dem Belchen-Berglauf das vorletzte Rennen ausgetragen werden. In etlichen Altersklassen wird noch um den einen oder anderen Punktegewinn für einen Podestplatz in der Gesamtwertung gefeilscht.

Bei noch nassem Terrain, aber schon sonnigem Wetter konnte um 10.00 Uhr beim Bannfeldschulhaus in Olten das ca. 500 Leute umfassende Läuferfeld auf den Parcour geschickt werden. Ich meinerseits stand mit der Digitalkamera bewaffnet vor der Startlinie und versuchte, Leute von uns aus der grossen Masse auf meine

Fotolinse zu bannen. Hauptgrund für meine „Nichtteilnahme“ war, dass ich erst kürzlich mit einer Magen-Darm-Erkrankung das Bett hüten musste und mir daher ein Mitmachen nicht sinnvoll erschien. So also liess ich das ganze Teilnehmerfeld an mir vorbeirennen und machte mich dann auf, die Wettkämpfer auf der beschwerlichen, 13 km langen und 812 Höhenmeter aufweisenden Bergstrecke mit Applaus zu unterstützen. So fuhr ich also mit dem Auto via Trimbach-Hauenstein-Ifental hinauf zum Parkplatz beim General Wille-Haus. Es dauerte keine fünf Minuten, da war auch schon der erste Läufer im „Anflug“. Heiz Wälti am Beldchenlauf 2009Anflug deshalb, weil der dunkelhäutige Läufer mit der Nummer 329 und dem Namen Nesero Kadi wie auf Wolken den Berg hinauf schwebte. So jedenfalls sah es aus im Vergleich zu den nachfolgenden Läuferinnen und Läufern, die eher wie Lokomotiven die Steigung hoch dampften. Fast alle LGN-Teilnehmer konnte ich im Bild festhalten und ihnen nochmals Mut zurufen für den Rest der Strecke. Den meisten waren die Strapazen im Gesicht abzulesen, andere wirkten noch recht vergnügt und locker. Die Abstände zwischen den Athleten wuchsen wieder an und bald tröpfelten nur noch ganz vereinzelt Läufer (oder Wanderer) an mir vorbei. Ich packte meine Digitalkamera wieder ein und machte mich auf den Rückweg ins Bannfeldschulhaus, wo die Rangverkündigung stattfinden sollte. Bis die Ersten mit dem Bus vom Zielgelände Allerheiligenberg zurück waren, überbrückte ich die Zeit mit Kaffeetrinken, Kuchen essen und plaudern mit bekannten Gesichtern.

Nach und nach trafen die Finisher ein und gesellten sich, frisch geduscht und gestylt, an die Festbänke. Fast alle beschäftigten sich damit, die Gratisportion Pasta genüsslich zu vertilgen und somit die Kohlenhydratspeicher wieder etwas zu füllen. Bei Kaffee, Kuchen oder einem Bierchen wurde geduldig auf die Rangverkündigung und die Preisverteilung der ausgelosten Startnummern gewartet. Die LSG Olten konnte wiederum viele schöne Preise an die Teilnehmer abgeben, was diese sicher für die nächste Teilnahme zusätzlich motiviert. Auch ich werde nächstes Jahr den 8. August für diesen Lauf in der Agenda reservieren.

Folgende 14 Mitglieder haben am Belchen-Berglauf eine tolle Leistung gezeigt: Schlosser Christian, Streit Constantin, Haas Hanspeter, Wälti Heinz, Gilgen Andy, Weibel Gerold, Von Arx Christoph, Dion Hans-Ulrich, Scheuss Evelyne, Baer Ursula, Peier Kathrin, Häfeli Zita, Strub Silvia, Basler Andrea, Gremaud Doris.

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19. Weissensteinlauf, Sonntag, 23. August 2009

Sonntag morgen. Mein dritter Weissensteinlauf lag vor meinen Füssen. Ich hatte etwas gemischte Gefühle. Ich habe dieses Jahr im Mai einen Infekt aufgelesen, der mich über 1 ½ Monate flach legte und mir sämtliche Kraft aussaugte. Ich habe lange Pause gemacht und erst wieder nach den Sommerferien mit dem Trainieren angefangen. Die erste Hauptprobe war der Belchen-Lauf, der mir eigentlich sehr gut lief.

Nun lag da die neue Herausforderung vor mir. Der Weissenstein-Berglauf ist die echte Herausforderung am Solothurner Hausberg. Ich startete mit Absicht in der 3. Staffel, da ich mich nicht bis aufs Blut ausgeben mochte. In zwei Wochen ist mein Höhepunkt, der Short-Distance Duathlon Powerman in Zofingen. Ich wollte den heutigen Lauf als Training absolvieren.

Es ist einmal ein anderes Gefühl, wenn man dafür in der ersten Reihe einer Staffel starten kann. 10.16 Uhr: Achtung, fertig, los! Ich merkte sofort, dass ich nicht die Führung beibehalten dürfte, da ca. 20 Mitläufer sehr schnell angingen. Mir wurde sofort klar, dass ich nur auf meinen Körper und meinen Rhythmus hören sollte. Schon nach 2 km hatte ich einige wieder eingeholt, die in der 3. Staffel sehr schnell gestartet waren. Ich lief mein Rennen. Ich lief locker in guten Zügen, Puls jeweils so um die 170. Bei km 5 sah ich vor mir Heinz Wälti, der in der 2. Staffel gestartet war. Ich hatte plötzlich immer mehr Läufer von der zweiten Staffel um mich herum. Das gab mir Auftrieb. Ich spürte, dass es mir für meine Verhältnisse gut lief. Ich wollte zu Heinz aufschliessen. War knapp 30 m von ihm entfernt und da kam die extreme Steigung bei km 6 bis km 9. Ich schaffte es nicht, zu Heinz aufzuschliessen. Ich überholte zwar einige. Heinz jedoch ist am Berg einfach sehr gut. Es wurde mir plötzlich klar, dass da noch 7 km vor mir lagen und ich mich wieder auf mein Rennen konzentrieren musste. Plötzlich war Heinz weg. Für mich ist Heinz der Held der LG Niederamt. Wie stark läuft er doch mit seinen über 70 Jahren. Der Speaker meinte im Ziel, dass Heinz der älteste Teilnehmer sei. Gratuliere Heinz. Wir dürfen stolz sein, einen solchen Läufer bei uns zu haben.

Plötzlich sah ich Wilfried Epprecht vor mir. Ich überholte ihn und wechselte kurz einige Worte. Ich wünschte ihm alles Gute und konnte mich leicht absetzen. Auf dem Nesselboden auf 1057 m.ü.M. kam eine kurze Erholungsphase. Ich konnte mich die paar Hundert Meter abwärts gut erholen, bis dann der eigentliche giftige Aufstieg bis zum Röti auf 1‘395 m vor mir lag.

Für mich war das Wetter ideal. Die Sonne schien zwar etwas stark, jedoch lag immer eine frische Brise in der Luft. Im Schatten des Waldes lag auch eine Spur Kraft in der Luft. Ich stellte mir Natascha Badmann vor, wie sie doch bei ihren extremen Läufen von den Vöglein sprach, die sie im Wald hörte. Ich hörte keine Vöglein zwitschern. Lag das wohl am warmen Wetter oder an meiner physischen Verfassung? Auf jeden Fall tat mir dieser Gedankengang gut. Ich hatte nie das Gefühl zusammenzubrechen. Schritt für Schritt steuerte ich dem Höhepunkt auf 1395 m zu. Das Keuchen und Schnaufen meiner Mitläufer wurde immer mehr hörbar in den engen Wegen nach der letzten Verpflegungsstelle. Kurz vor dem Waldausgang hörte ich einen Zuschauer zu zwei Frauen rufen: „Ihr seid die Frauen Nr. 37 und 38.“ Ich gratulierte den beiden mit den Worten: „Wow, so weit vorne möchte ich auch mal sein.“ Sie freuten sich sichtlich.

Nun lag noch rund ein km vor mir. Ich sah die herrliche Bergwelt und musste aufpassen, dass ich genügend auf den Boden achtete. Die letzten Meter abwärts sind immer gefährlicher. Die Beine sind müde und ausgelaugt, jedoch die Stimmung in mir wurde immer besser. Schon bald lag vor mir die letzte Steigung und die Zielstimmung spornte mich an. Ich konnte noch ganz wenig zulegen und mit einem Jupee war ich im Ziel.

Ein Blick auf die Zieluhr und ich wusste, dass ich ca. gleich schnell einlief, wie bei meinem vorletzten Weissensteinlauf. Mir wurde klar, dass nicht immer das harte Training entscheidend ist, sondern auch die mentale Verfassung. Und diese war an diesem Sonntag sehr gut.

Als Schlusswort möchte ich noch anderen Helden danken. All jene, die vor über 10 Jahren unsere Laufgruppe ins Leben gerufen haben. All jene, die auch heute im Vorstand oder als Leiter viel Zeit aufopfern, um das Vereinsleben aktiv zu gestalten. All jenen möchte ich ein Kränzchen winden. Ich will keine Namen nennen, da ich sonst jemand vergessen könnte. Aber bei diesem Berglauf wurde mir klar, dass es einfach super ist, in einer Laufgruppe zu sein. Freunde zu haben, die das gleiche machen und auch Spass am Laufen haben. Es gibt nichts Schöneres, als sich im Ziel unter Gleichgesinnten zu gratulieren, sich die Mühen und Freuden auszutauschen und schon bald wieder vom nächsten Lauf zu sprechen.

Ich danke allen, die so viel für unseren Verein tun.

Lostorf, 25. August 2009 --- Andy Gilgen

Teilnehmer Weissensteinlauf:

Andy Gilgen
Christian Schlosser
Heinz Wälti
Hanspeter Haas
Gerold Weibel
Zita Häfeli
Silvia Strub
Andrea Basler

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Powerman Zofingen - 6. September 2009

Der 6. September zeigte sich in strahlendem Spätsommer-Wetter, etwas kühl, aber die Sonne schien und es versprach, ein herrlicher Tag zu werden. Ja, ja, ich weiss, Wetter ist langweilig. Aber dieses Wetter am Wochenende des Powerman in Zofingen ist sozusagen sensationell, um nicht zu sagen eine völlige Rarität und deshalb durchaus erwähnenswert. Was haben die Organisatoren diesen Powerman schon verschoben, um besseres Wetter zu kriegen, vom Mai in den Juni geschoben, dann den August ausprobiert, vom September wieder zurück zum August und jetzt wieder September. Selten war’s schön, oft war’s kalt, meistens nass und unfreundlich, so dass der Powerman Zofingen in den englischsprachigen Gebieten längst als „Showerman“ bekannt, um nicht zu sagen verschrien, war. Nun dieses Jahr hatten wir Glück. Wir, Andi Gilgen und ich, zusammen mit den anderen 242 Duathleten auf der Short Distance (10/50/5 km) und Beat Meier und weiteren 266 wirklichen Powermen und Powerwomen über die lange Distanz (10/150/30).

Andi am Powerman ZofingenDie erste Laufstrecke hatte es gleich am Anfang in sich. Ich merkte schnell, dass Begriffe wie „flach“ und „eben“ hier völlig unbekannt waren, „hügelig“, „wellig“, „steil“, waren Wörter, die hier angesagt waren, die flachste Stelle war die Wechselzone, die man nach 5 km durchlief, um dann noch mal den Hügel hoch zu rennen und nach einigem Auf und Ab, schliesslich zum zweiten Mal in die Wechselzone einzulaufen. Endlich, ich durfte aufs Velo. Schuhe aus, Radschuhe an, Helm auf, Velo greifen und raus aus der Wechselzone. Aufsteigen und endlich, endlich die ersten Pedalumdrehungen. Ich griff zum Bidon, ernährte mich erstmal, atmete tief durch, um erstmal ein bisschen zur Ruhe zu kommen und richtete mich auf die nächsten 50 km ein. Die Richenthaler Höhe zog sich in die Länge. Wie ein langer Gliederwurm fuhren wir alle in vorgeschriebenem Abstand zueinander hoch, als plötzlich Motorräder um uns herumschwirrten. Pressefotografen sassen verkehrt herum auf dem Motorrad und stellten ihre Objektive ein. Es surrte hinter uns. Ich identifizierte akustisch ein Scheibenrad und erkannte, dass dieser Radfahrer äusserst schnell unterwegs sein musste. Schliesslich schoss er förmlich an uns vorbei. Es war Joerie Vansteelant, der Führende auf der Langdistanz und auf dem Weg, Weltmeister zu werden. Einige Minuten später, wir waren unterdessen auf dem Weg zum Bodenberg, hörte ich wieder das vertraute Rauschen der Scheibenräder. Es musste eine ganze Gruppe sein. Und tatsächlich, die Verfolger von Vansteellant rasten im Eilzugstempo an uns vorbei. Mein Tacho machte einen Aussetzer, ein Windstoss drückte mich an den Strassenrand, wie Pfeile, aerodynamisch absolut perfekt und unglaublich kraftvoll traten sie in die Pedale, es war eine Freude, ihnen zuzuschauen. Fantastische Sportler, die sich hier ein Duell lieferten und einander zu Höchstleistungen trieben. Bis zum Fuss vom Boowald fuhren immer wieder Elite-Duathleten mit ihren gelben Nummern an mir vorbei. War’s in der Steigung schon mehr als deutlich, wie gross der Unterschied vom Breitensport zum Spitzensport ist, verging einem bei der Abfahrt Richtung St. Urban richtiggehend Hören und Sehen. Während unsereiner mit „stolzen“ 50 bis 60 km/h durch die Gegend kurbelten, überholten uns die Spitzenathleten mit geschätzten 80 km/h.

Nach 50 Kilometern stellte ich mein Velo wieder ab, zog mir wieder die Laufschuhe an und nahm die letzen 5 km auf den Heiteren in Angriff. Ich hatte Mühe, realisierte aber, dass es meinen MitstreiterInnen sehr ähnlich ging. Auf dem ersten Kilometer liefen die Beine nicht. Wir mühten und kämpften uns die Anhöhe hoch und in den Wald hinein. Ich motivierte mich, indem ich mir vor Augen führte, dass ich jetzt noch anderthalb Kilometer vor mir hatte bis zum Wendepunkt, danach ging’s runter, nur noch runter. Also konzentrierte ich mich auf diese letzte Steigung, überholte und wurde wieder überholt, bis schliesslich der Wendepunkt kam. „Heitere Fahne“ rief ich und wandte mich dem abwärtsführenden Rückweg zu. Es war zwar auch nicht angenehm, die Muskeln waren erschöpft und konnten die Schläge nicht mehr aufnehmen, aber es brauchte etwas weniger Kraft. Ausgepumpt, müde und erschöpft, aber zufrieden und glücklich kam ich im Ziel an.

p.s. Joerie Vansteelant gewann die Powerman Long Distance Championsships überlegen mit neuem Streckenrekord in 6 Stunden und 11 Minuten, 16 Minuten vor dem zweitplatzierten Andy Sutz.

Von der LGN nahmen teil:

Andy Gilgen 2:57,16 h (Short)

Beat Meier 7:51,51 (Long)

Karin Kissling 2:59,05 (Short)

09/2009, Karin Kissling

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Abschlussabend Jura-Top-Tour

Reich dekorierte Buffets in mehreren Gängen haben alle Mägen mit vielen Leckerein bis zur wohligen Sattheit angelockt. Bei Speis und Trank hat man sich über die vergangene Saison unterhalten und über Neuigkeiten informiert. An diesem Hock sind oft auch länger nicht mehr gesehene Gesichter anzutreffen, die nicht mehr in der Region ansässig sind, aber gerne an dem Anlass teilnehmen, um wieder einmal mit den „alten“ Laufkameraden zu schwatzen.

Finisher Night 2009 der Jura Top Tour Zum Abschluss der Jura-Top-Tour (JTT) Berglaufserie fand am Freitag, 18.9.2009 im VEBO-Gebäude in Oensingen die Schlussfeier mit der Gesamt-Rangverkündigung statt.

Die grosszügigen Sponsoren der JTT luden alle Läuferinnen und Läufer, die mindestens 5 der 8 stattgefundenen Bergläufe absolviert haben, zu einer gemeinsamen Abschlussfeier ein. Die insgesamt 300 Sportler durften alle beim Eintreffen wahlweise einen Rucksack oder eine Sporttasche als Belohnung auslesen. Nach dem gemeinsamen Apéro im Freien bei schönem Wetter wechselten wir um 19.00 Uhr ins Innere der Gebäulichkeiten, wo auch alle LGN-Anwesenden einen Platz am gedeckten Tisch fanden. Nach einigen Instruktionen von Rolf Schoy zum Programmverlauf und den Dankesworten an alle Sponsoren wurden unter den Anwesenden einige Naturalpreise verlost.

In der Zwischenzeit richtete das Küchenpersonal drei verschiedene Buffets mit vielen feinen Salaten her und die Fassmannschaft stellte sich hinter die Spaghetti-Töpfe. Nun konnten alle nach Herzenslust Pasta mit vier zur Wahl stehenden Saucen kosten und sich mit Salat bedienen. Parallel dazu zeigte der Veranstalter von den vergangenen Läufen einige Bildausschnitte an der Grossleinwand; mit etwas Glück entdeckte man sich dabei selber.

Nach dem gestillten Hunger stand programmgemäss die Rangverkündigung in den verschiedenen Alterskategorien statt. Nach etlichen Erinnerungsfotos und viel „Klatscharbeit“ demonstrierte uns ein Mizuno-Sponsor ein neuartiges Gewebe, dessen Fasern sich beim Nass werden durch Schwitzen erwärmen, und so den Körper nicht auskühlen lassen. Bei der Verlosung von 45 Stück dieser neuartigen Langarm-Shirts zählten Zita und Hanspeter zu den glücklichen Gewinnern. Kaffee und ein Crème-Berliner versüssten uns den Rest des Abends.

Folgende 11 LGN-Mitglieder haben die JTT mit Erfolg absolviert:

Ursula Baer
Zita Häfeli
Evelyne Scheuss
Silvia Strub
Andy Gilgen (nicht auf dem Foto)
Hanspeter Haas
Christian Schacher
Christian Schlosser
Constantin Streit
Heinz Wälti
Gerold Weibel

von Christian Schacher

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Hallwilerseelauf, 10. Oktober 2009

Erfahrene Läuferinnen und Läufer behaupten, der Hallwilerseelauf habe bezüglich Wetter einen guten Ruf; nun, den hat er sich verspielt, zumindest bei jenen, die sich für die erstmal angebotenen 10 Kilometer eingeschrieben haben. Dabei ist es wirklich eine prächtige Strecke, die die erste Hälfte des Halbmarathons bis zum Restaurant Delphin ausmacht. Die Besonderheit liegt darin, dass netto rund 100 Höhenmeter „verloren“ gehen, oder anders gesagt: Es geht häufig abwärts.

Ruth Püntener und Kathrin Peier begegneten sich schon auf dem ersten Kilometer nach dem Start im Mittelfeld der rund 600 Läuferinnen und Läufer und absolvierten danach einen „Paarlauf“; dank Chip-Zeitmessung lag am Schluss Kathrin leicht vorne…

Aber eigentlich war beim 10-er das Ankommen das Ereignis, denn bei Kilometer 5 öffnete der Himmel seine Schleusen, und die zweite Streckenhälfte hätte auch fast schwimmend absolviert werden können!

Der Sturzregen war vorbei, als kurz danach die Startblöcke des Halbmarathons bereitstanden. Nicht dass es ein trockener Lauf geworden wäre, aber zumindest war der Regen vorbei. Die Pfützen und der Schlamm waren aber noch da und hinterliessen ihre Spuren bis auf Gesässhöhe. Daniela Moor, die nach zweijähriger Verletzungspause erstmals wieder eine Startnummer trug, liess sich davon nicht abhalten und lief – mit Karins neuer Technik! – voller Begeisterung durch den Pflotsch.

Der Platzspeaker war wohl etwas euphorisch, als er meinte, es sei der Lauf am schönsten See nördlich der Alpen. Aber tatsächlich sind Landschaft, Ambiance und Organisation eine Supersache; gut verständlich, dass der Lauf trotz misslichsten Wetters erneut einen Teilnehmerrekord verzeichnete.

Peter Moor

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Schlusshock der LG Niederamt 2009

Restaurant RumpelDieses Jahr wurde der traditionelle alljährliche Schlusshock der regional aktiven Laufgruppe im Niederamt, der LGN, durch die Gruppe 4 der Läuferinnen und Läufer organisiert. Da diese Gruppe eine kleinere Anzahl Aktiver zählt, hat man sich entschieden, einmal etwas Anderes zu bieten als auf die eigene Küche der LGN'ler zu bauen und für einmal nicht im Schützenhaus Obergösgen zu feiern.

Das Restaurant Rumpel auf der Jurakette bei Trimbach bot dafür eine gute Alternative. Eine grössere Anzahl der Mitglieder traf sich beim Parkplatz vis a vis vom Aldi Ausgangs Olten, um mit ein paar Fackeln ausgerüstet den Sonnenberg hoch zu wandern und auf diesem Weg zum Treffpunkt beim Restaurant zu kommen.

Der abenteuerliche Aufstieg durch den stockdunklen nasskalten Wald und teilweise ziemlich glitschigen Boden führte uns über etliche Gabelungen und romantische Wanderwegli schlussendlich doch sicher zum Ziel auf dem Rumpel. Pünktlich zum offiziellen Beginn des Hocks angekommen liess man uns trotz der Dreckschichten an den Schuhen mit herzlichen Willkommensgrüssen in den bereits feierlich dekorierten Saal.



 

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