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Rückblick auf die vergangenen Jahre (2001)

In der Geschichte der Laufgruppe Niederamt halten wir Besonderes fest. Unsere Läuferinnen und Läufer sind auch als Fotografen unterwegs und bringen damit die Eindrücke von unterwegs den Daheimgebliebenen etwas näher.

Stöbere in der Vergangenheit und finde interessante Beiträge.

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Rückblick 2001


Berichte 2001

Gäuer Chlauslauf
Marathon und Halbmarathon Tessin
Aargauer Volkslauf
EKIDEN Marathon, Basel
Rothrister-Lauf
Hallwilerseelauf
Berlin Marathon


10. Gäuer Chlauslauf vom 1.12.2001                  

Und dann war da noch der alljährliche Chlauslauf im Härkinger Wald.

Bestimmt war es der Grittibänz, den alle Läufer/innen im Ziel erhielten, der 119 Teilnehmer/innen an den Start lockte. Über die Distanz von 5,1 bzw. 10,3 km auf etwas matschigen Waldwegen gings entlang einer wirklich schönen Laufstrecke. Im Ziel wurden wir vom Samichlaus persönlich empfangen und beglückwünscht. Bei den Klassierten finden wir u.a. Martin Hürzeler, Walter Zila, Christian Schacher, Hans-Ulrich "Nick" Dion, Daniela Gubler Meier und Evelyne Scheuss.
Aber warum trafen wir denn so viele bekannte LGN-Gesichter entlang der Strecke, aber nicht im Laufdress? Jä sooo, deren Partner bzw. Jungmannschaft joggte ebenfalls durch den Wald!
Es freuten sich über den persönlichen Erfolg: Zimmerli Lara, Zimmerli Jonas, Peier Simone, Peier Lea, Moor Sabina, Moor Lukas und Moor Peter.

Allen herzliche Gratulation zum wohlverdienten Grittibänz!

Evelyne Scheuss, techn. Leiterin

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Maratona e Mezza Maratona Ticino 2001 vom 11.11.2001

Ganz gemütlich und ohne Stress fuhren wir mit der SBB
durch den Gottardo ins Ticino an den Maggiore See,
wo die anderen uns fröhlich empfingen,
weil wir doch gleich etwas essen gingen.

Kohlenhydrate und Rebensaft
gaben uns fürs morgige Rennen die nötige Kraft!
Werner hatte vorbildlich gewählt,
unsere Beinmuskeln waren jedenfalls gut gestählt.

Schön ausgeruht und voll motiviert,
sind wir am Sonntag in unseren sonnigen Dresses an den Start marschiert.
Auf den Knall der Pistole gehts los,
es ging flott voran, das Tempo famos!

Und dann in Locarno, seht wer dort am Rand steht
und sooo laut schreit, wenn das nur gut geht!
Unser Fanclub hat uns lauthals unterstützt
die Hopp-Hopp-Rufe haben wirklich genützt.

Noch schnell die Schlaufe und wieder ritorno
den Rest unter die Füsse Richtung Tenero.
Scho bald im Ziel, e chli uf de Schnore
magsch die no hole, die zwei do vore?!

Über dem Zielstrich, das Rennen beendet,
ein kurzes Auslaufen, die Muskeln gedehnet.
Dem Hürzi ist das Rennen leider nicht ganz geglückt,
es hat ihn überall in den Beinen ganz schmerzlich gezwickt.

So musste er nach mehr als der Hälfte
vernünftigerweise dem Lauf geben forfait.

Die Klassierungen der LGN-Mitglieder:

Mezza-Maratona Seniori I Schacher Christian 1:17.06,1 18. von 317
Fasnacht Stefan 1:44.37,1 253. von 317
Mezza-Maratona Seniori II Graf Robert 1:33.40,7 38. von 138
Hofer Werner 1:34.45,8 46. von 138
Mezza-Maratona Donne Seniori Häfeli Zita 1:38.06,1 15. von 96
Scheuss Evelyne 1.52.12,5 44. von 96

Warum haben wir Röbi in der Kategorie Seniori II angetroffen? Des Rätsels Lösung: Er war unter dem Namen von Edi Bürge - der verletzt war - geloffen!
Nichtsdestotrotz: Die über füfzgi händ ihn voll motiviert und mit seiner guten Zeit bei Seniori II war er natürlich weit vorne klassiert.

Auguri a tutti e ci vediamo in autunno prossimo! Weitere Infos unter www.maratona-ticino.ch

Evelyne Scheuss, techn. Leiterin

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12. Aargauer Volkslauf vom 4. November 2001

Von der LG Niederamt waren dabei:

Der Aargauer Volkslauf bildet den Abschluss dieser Jahreswertung. Wer mindestens 5 Läufe der zu den Goldläufen zählenden "Meisterschaft" absolviert hatte, hatte die Möglichkeit, ein Goldvreneli zu gewinnen. Dieses Jahr gehörte von der LGN Martin Hürzeler u.a. zu den glücklichen Gewinnern.

Nun zum Lauf selber: Die beliebte flache Strecke entlang der Aare führt durch eine landschaftlich besonders reizvolle Gegend. Start und Ziel sind im Leichtathletikstadion in Aarau. Es besteht die Wahl zwischen 3 Strecken, nämlich 4,82 km, 10,03 km und 14,85 km. Bei idealen Wetterverhältnissen und angenehmen Temperaturen machten sich zahlreiche motivierte Läufer/innen auf den Weg Richtung Aarauer Telli-Biberstein-Auenstein und auf der anderen Aare-Seite wieder zurück, um dann unter anfeuernden Zurufen der Zuschauer im Leichtathletikstadion dem Zielstrich zuzueilen. Stopp-Uhr anhalten, Strichcode abgeben und Naturalpreis in Empfang nehmen, Gratulationen entgegennehmen und verteilen, Tee trinken, Schweiss abtupfen und ab geht’s zum Auslaufen und Dehnen. Anschliessend unter der warmen Dusche die ganze Strecke nochmals Revue passieren lassen. Es war wiederum ein toller Lauf.

Kategorie LäuferIn Zeit Rang
Jogger/innen Kurzdistanz Häfeli Zita 20.23,5 1.
Jogger/innen Langdistanz Hürzeler Martin 37.48,7 8.
Graf Robert 43.35,1 41.
Hofer Werner 44.09,0 47.
Fasnacht Stefan 46.28,8 71.
Buss Stephanie 49.50,6 14.
Gremaud Doris 58.50,3 56.
Orfei Vida 58.50,8 57.
Brunner Uschi 1.00.01,3 66.
Graf Marlis 1.00.10,2 70.
Frauen II Peier Kathrin 1.18.43,0 26.
Frauen III Moor Daniela 1.14.35,5 17.
Scheuss Evelyne 1.16.32,7 22.
Senioren I Stauber Beat 1.04.22,5 35.
Senioren II Schacher Christian 55.51,9 8.
Weibel Gerold 1.03.01,7 61.
Coutsicos Michael 1.06.59,5 114.
Senioren III Künzli Ruedi 1.03.05,7 15.
Dion Hans-Ulrich 1.24.30,3 122.
Senioren IV Wälti Heinz 1.06.55,6 11.

Herzliche Gratulation allen Läufer/innen und bis zum nächsten Jahr!

Evelyne Scheuss, techn. Leiterin

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Die LGN am Basler EKIDEN Marathon 2001 

Jedes Jahr, am letzten Sonntag im Oktober, wird in Riehen bei Basel der beliebte Ekiden-Marathon durchgeführt. Die 10. Austragung dieses Stafetten-Marathons lockte an diesem prächtigen Herbsttag bei milden Temperaturen 111 Mannschaften in das Naherholungsgebiet "Lange Erlen". Die Mannschaft, bestehend aus 6 Läuferinnen oder Läufern, müssen Teilabschnitte zwischen 4.9 km bis 10.65 km absolvieren. Zusammengezählt ergibt dies die Original-Marathondistanz von genau 42.195 km. Auch 24 Mitglieder und ein paar Fans unserer Laufgruppe konnten es nicht unterlassen, sich für dieses Gruppenerlebnis anzumelden.Ekiden Marathon 2001

Trotz der Umstellung auf die Winterzeit (1 Stunde länger schlafen) erschienen alle vollzählig zur vereinbarten Zeit am Treffpunkt in Obergösgen. Mehr oder weniger ausgeschlafen (offenstehende Autotüre bei zurückgelassenem Auto) machten wir uns gemeinsam auf den Weg zur Sportanlage Grendelmatte in Riehen.

Nachdem die vier Mannschaftsführer die Startnummern und die Stafettenbänder abgeholt und an die Läufer verteilt hatten, ging es ab in die Garderoben. Die Startzeit rückte näher, die Nervosität stieg merklich an. Manch einer oder eine musste noch zwecks Abbau der inneren Unruhe die Toilettenanlagen aufsuchen. Jetzt noch den Fototermin, ein Gruppenbild fürs Fotoalbum. Da noch ein kurzer Schwatz mit bekannten Läuferkollegen, dort ein paar Ratschläge zur Taktik des Rennens. Dann endlich kanns losgehen.

Pünktlich um 10.00 Uhr erfolgt der Startschuss und die A-Läufer der verschiedenen Mannschaften sprinten los. Nach 2 Bahnrunden und drei engen Kurven führt der Naturweg einem Bächlein entlang zum Erlensträsschen. Nach einem kurzen Asphaltstück biegt die Strecke auf die Wiesendamm-Promenade ein. Diese nicht enden wollende Gerade dem Wasser der "Wiese" (Flussname) entlang führt zum Wendepunkt am Erlenparkweg. Beim Durchqueren des kurzen Waldstückes ist der mit farbigem Herbstlaub bedeckte Waldweg kaum sichtbar. Bald aber wechselt der Untergrund wieder auf schnelleren Asphaltboden.

Bevor es aufs Oval der Bahn einbiegt, muss ein weiches und kräfteraubendes Wiesenstück durchlaufen werden. Nach Umrundung der Tartanbahn wird in der Wechselzone unter tosendem Applaus das Stafettenband dem B-Läufer der Mannschaft weitergereicht. So kommt jeder der 6 Staffel-Läufer (je nach Länge der zurückzulegenden Strecke) mindestens einmal in den Genuss dieser 4.902 km langen Laufstrecke. Entlang der Rundstrecke gibt es immer wieder Anfeuerungsrufe von Kameraden zu hören, die ihren Einsatz schon geleistet haben oder noch darauf warten.

Alle 4 Teams, 3 Mixed- und 1 Masters-Mannschaft, erreichen wiederum gute Zeiten. Wobei an diesem Lauf nicht das einzelne Resultat zählt, sondern das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund steht. An dieser Stelle sei daher allen unseren Teilnehmern für ihren tollen Einsatz herzlich gedankt. Es war ein Super Erlebnis und zeigt, dass so ein Gruppenwettkampf seinen speziellen Reiz hat.

Resultate der LG Niederamt

Kategorie Masters:

1. Läuferriege Ebikon, 2‘28’12

5. LG Niederamt Masters, 2‘40’01

Kategorie Mixed:

1. SLV Mixed, 2‘19’20

15. LG Niederamt I, 2‘56’00

31. LG Niederamt III, 3‘23’56

38. LG Niederamt II, 3‘30’41

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Rothrister Lauf vom 08.09.2001              

Vom total verschifften - äxgüsi verregneten - Rothrister Lauf über 10,5 km hier noch die absolut hervorragenden Resultate der LG Niederamt-Mitglieder:

Senioren II

  • Schacher Christian, Rang 5, 36:59
  • Hürzeler Martin, Rang 8, 38:03
  • Vögtli Ruedi, Rang 25 , 43:14
  • Fasnacht Stefan , Rang 59, 50:49

Senioren III

  • Hofer Werner, Rang 9, 45:41

Damen I

  • Baer Ursula, Rang 10, 53:30
  • Thalmann Rita, Rang 11, 55:17
  • Feierabend Petra, Rang 12, 55:18

Damen III

  • Schlittler Silvia, Rang 1, 40:56

Herzliche Gratulation allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Das lausige Wetter hielt uns natürlich nicht davon ab, unsere Laufkollegen und -kolleginnen als Publikum lautstark zu unterstützen. Wir hoffen aber trotzdem, dass der Wettergott diesem Lauf nächstes Jahr besser gesinnt ist.

Weitere Informationen stehen unter www.tvrothrist.ch/rothristerlauf.

Evelyne Scheuss, techn. Leiterin

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Senioren Schweizermeisterschaften in  Härkingen vom 29. September 2001

Als Dank für die vielen Teilnahmen unserer Mitglieder an den diversen Härkinger Wald- und Chlausläufen erhielt unsere Laufgruppe einen besonderen Treue-Bonus. Die LSG (Laufsportgruppe) Olten schenkte uns 10 Gratisteilnahmen für die 10-km-Senioren Schweizer-Meisterschaft in Härkingen. Leider konnten einige treue "Härkinger LäuferInnen" an diesem Anlass nicht teilnehmen, da sie entweder in den Herbstferien weilten, am Berlin Marathon mitliefen oder in München am Oktoberfest die Biergelüste befriedigten.

Nichts desto trotz, 9 LäuferInnen fanden dennoch den Weg nach Härkingen, teilweise per Velo, jedoch auf Umwegen

Beim Aufwärmen im Start-Zielgelände wurde uns schnell einmal klar, dass sich heute mehr Teilnehmer auf die 10 km Strecke wagten, als in den vorangegangenen Jahren. Die Witterung hielt sich gut, ausser ein paar scheuen Regentropfen und etwas Westwind. Der 10 km lange Laufparcours war nicht allzu streng angelegt. Die kurzen Steigungen auf den ersten 3 Kilometern wurden mühelos bewältigt, der Rest verlief mehrheitlich abwärts und flach auf guten Waldwegen, nur wenig auf Asphalt. Die Strecke war gut markiert und an den wichtigen Kreuzungen haben Streckenposten des Weges gewiesen.

.Auf der Zielstrecke wurden einige harte Endspurts hingelegt, sei es, um ein paar wenige Sekunden Zeit zu gewinnen oder einen noch besseren Rang zu ergattern. Man sah viele glückliche und zufriedene Gesichter, alle hatten ihre Freude an diesem gut organisierten, wahrscheinlich einmaligen Seniorenlauf in Härkingen. Es hat eigentlich alles gepasst, sogar beim Duschen hatten die Letzten noch warmes Wasser.

Auch die Rangverkündigung konnte pünktlich beginnen und die Gold-, Silber- und Broncemedaillen den Kategorienbesten umgehängt werden. Einziger Negativpunkt: Der Platzbedarf für die Festwirtschaft in der Turnhalle war zu knapp bemessen. Zahlreiche Zuschauer mussten sich stehend verpflegen und fanden bis zum Ende des Rangverlesens keine Sitzgelegenheit.

Dennoch darf der LSG Olten ein Kränzchen gewunden werden, sie haben den Anlass (wie gewohnt vom Belchenlauf) meisterlich organisiert und damit zum guten Gelingen dieser Meisterschaft beigetragen.


Für unsere Laufgruppe im Rennen und einen tollen Einsatz geleistet haben:

- Coutsicos Michael 44’07, Rang 38 (Männer 45)

- Dion Hans-Ulrich 53’16, Rang 41 (Männer 55)

- Fasnacht Stefan 47’05, Rang 46 (Männer 40)

- Häfeli Zita 44’29, Rang 4 (Frauen 35)

- Schacher Christian 35’59, Rang 5 (Männer 45)

- Scheuss Evelyne 51’04, Rang 17 (Frauen 45)

- Vögtli Ruedi 42’40, Rang 33 (Männer 45)

- Wälti Heinz 44’39, Rang 11 (Männer 60)

- Weibel Gerold 40’31, Rang 28 (Männer 40)

Allen ganz herzliche Gratulation zu diesen Leistungen!

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27. Hallwilerseelauf, 13. Oktober 2001

Na, das war wieder einmal ein super Lauftag - ideales Wetter, eine riesen Meute motivierter Läuferinnen und Läufer sowie eine Pracht voll begeisterter Zuschauer! So macht das Laufen Spass.

Über 1000 lauffreudige StarterInnen haben sich dieses Jahr in Beinwil am See, dem ehemaligen Stumpendorf (der Übername stammt noch aus der Zeit der Tabakfabriken anno 1767), am Start des 21,1 km / 8 km und neu des Teamlaufs über je etwas mehr als 7 km zusammengefunden.

Noch lag der Nebel tief und bedeckte den Hallwilersee. Die kühlnasse Luft liess viele TeilnehmerInnen mit sich hadern, was ist wohl besser anzuziehen: eher ganz Kurz oder doch lieber etwas Wärmeres? Würde die Sonne noch durchstechen? Wie wird wohl das Terrain sein?

Viele Fragen beschäftigten die sich Einturnenden, völlig "gestrechten" (Ableitung von streching und gestresst) Freiwilligen und ganz unterschiedliche Antworten, die man scheinbar gefunden hat, waren das Resultat, wie man auf den Fotos unten ganz gut an den Bekleidungen sehen kann.

Während die Einen (Teamläufer) bereits in den Bus eingestiegen sind, um zur Seerose gefahren zu werden (1. Wechsel) sind die Anderen (auch Teamläufer) langsam Richtung Schloss Hallwil aufgebrochen. Der ganze Rest sammelte sich langsam vor dem Start beim Löwensaal. Eben noch gab man sich die letzten Tipps und wünschte einander gegenseitig viel Glück, schon war der Startschuss erfolgt und es wurden die ersten 5 km bergab Richtung Aesch gehetzt.

Am Seende angelangt, folgte nun die lange (beinahe) Gerade dem Hotel/Restaurant Seerose entgegen. Wo man sich sonst genüsslich Bedienen lässt und sich schon mal ein Eglifilet gönnt, rannten sich jetzt gerade all die Gestarteten die Füsse heiss zwischen der applaudierenden Zuschauermenge vor der Gaststätte. Und da war sogar Martin Hürzeler, der LGN Startläufer des Teamlaufs, welcher mir noch kurz bevor er wieder mit dem Schiff retour transferiert wurde "Hopp" zurief. Das war gleichzeitig der unmissverständliche Hinweis, dass noch zwei Drittel der Strecke vor einem lag.

Weiter dem Seeufer entlang war schon bald das Schloss Hallwil in Sichtweite. Gleichzeitg hatte sich nun die Sonne dazu entschlossen, den Nebel für den Rest des Tages zu verbannen. Dieses Wetter lockte nebst all den LäuferInnen noch zusätzliche Hunderte von Spaziergängern an den See, was eine super Stimmung auslöste. Beim Schloss war der zweite Teamwechsel angesagt. Christian Schlosser wechselte zu Christian Schacher, dem Schlussläufer der LGN während die grosse Menge der Halbmarathönler noch eine Weile auf sich warten liessen, bis das zweite Seende passiert war.

Nun war noch das letzte Drittel zu schaffen. Die Einen ausgepumpt von zwei Drittel Strapazen hatten Andere noch Reserven freizumachen. Hinauf nach Boniswil wieder hinab zum See über Alliswil und Birrwil ins Ziel beim Strandbad in Beinwil.

Im Zielgelände angelangt, war Christian Schacher bereits an der Seite zwischen den Zuschauern mit Zurufen am Anspornen der Ankommenden für den Endspurt. Kein Wunder, wurde unsere LGN Teammannschaft doch Dritte in ihrer Kategorie.

Es waren übrigens eine riesige "Blotere" von TeilnehmerInnen der LGN am Hallwilerseelauf 2001. Hier die Übersicht und Resultate:

Team-Lauf:

  • Hürzeler Martin / Schlosser Christian / Schacher Christian 3. Rang, 1.16'41"

Kurzlauf 8 km:

  • Vögtli Ruedi 37. / 31,48
  • Künzli Nadja 28. / 39,33
  • Schenker Gaby 101. / 46,01

Halbmarathon:

F 20

  • Hersperger Susanne 8. / 1.35'58

F 30

  • Baer Ursula 95. / 1.57'01
  • Thalmann Rita 149. / 2.08'54
  • Feierabend Petra 150. / 2.09'04

F 40

  • Scheuss Evelyne 63. / 1.55'40

M 30

  • Stauber Beat 149. / 1.34'54

M 40

  • Weibel Gerold 68. / 1.29'51
  • Küng Hanspeter 151. / 1.36'01
  • Coutsicos Michael 210. / 1.39'32
  • Fasnacht Stefan 327. / 1.48'54
  • Humbel Rolf 357. / 1.51'55

M 50

  • Hofer Werner 70. / 1.38'48
  • Stevanin Sergio 450. / 2.06.56

M 60

  • Wälti Heinz 6. / 1.36'42

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LGN Teilnahmebericht BERLIN-Marathon vom 30.09.01

"Ein Marathonlauf ist erst nach 42,195 km zu Ende 
oder
Hätte Miltiades Philippidies ein Pferd gegeben, hätte dieser überlebt und niemand würde einen Marathon laufen"

Historisches und Allgemeines

Einige kennen die Geschichte. 490 v.Chr. besiegte Miltiades bei Marathon die Perser. Der Sage nach sandte er anschliessend Philippidies aus, den Athenern über diesen glorreichen Sieg zu berichten. Philippidies eilte nach Athen (über 40 km), brach vor Erschöpfung zusammen und überbrachte die Mitteilung vom Sieg mit dem letzten Atemzug.

Diese übermenschliche und selbstzerstörerische Anstrengung hätte für die Menschheit und insbesondere für die Laufwelt eine Warnung sein können. Offenbar war sie's nicht, denn am 30.9.2001 (Sonntag! - Ruhetag!) starteten annähernd 30'000 Läufer und Läuferinnen in Berlin zu einem Mararthonlauf. Das nicht nur freiwillig, sondern trotz Regenwolken und einigen Tropfen während des Aufwärmens meist frohgelaunt, zuversichtlich und aufgestellt, wenn auch manchmal Nervosität bei einigen wenigen Tausend nicht zu übersehen war. Die meisten von ihnen werden wahrscheinlich das Schicksal ihres Vorgängers Philippidies nicht gekannt haben. Ausserdem ist es natürlich auch so, dass die meisten Läuferinnen und Läufer vor dem Lauf keine Schlacht geschlagen (ausser vielleicht diejenige an den Ständen für die verkochten Pastas, für die verbilligten Laufartikel, für die Startnummer und den Chip) und sich auf diesen Lauf hin mehr oder weniger seriös vorbereitet haben. Kommt hinzu, dass die Laufausrüstung in den vergangenen 2500 Jahren erheblich verbessert und auch die Wege in der Zwischenzeit besser begehbar wurden.

In dieser laufwütigen Meute drin verloren sich auch drei Mitglieder der LG Niederamt (Silvia Schlittler, Martin Hürzeler, Ruedi Künzli). Als einzige Supporterin war Marie-Theres dabei. Sie war auch die einzige vernünftige Person unserer Gruppe, denn sie beschränkte sich auf das Zuschauen und Anfeuern und Fotografieren von verschiedenen Plätzen aus.

Der Marathon

Wir dürfen uns im zweiten Block (grün: Farbe der Hoffnung) aufstellen. Martin und Silvia gehen weiter nach vorn, ich halte mich zurück. Neben mir wartet Joey Kelly (Kelly Family) auf den Start. Ehrlich gesagt, habe ich ihn gar nicht erkannt. Nadja hat ihn auf einer von Marie-Theres geschossenen Fotos identifiziert.

Kurz nach 9 Uhr werden wir in die Strassen Berlins entlassen. 
Vorbei an der Siegessäule (1,5 km) zum Nadelöhr der Route, dem Brandenburger Tor (3 km). Unterwegs schon erste Bands und zahlreiche Zuschauer. Dann entlang der Prachtstrasse "Unter den Linden" (4 km) mit seinen Sehenswürdigkeiten (in dieser Phase des Laufs sieht man noch alle Sehenswürdigkeiten) weiter zum Berliner Dom (5 km) und Fernsehturm (5,5 km). Am Berliner Rathaus (9,5 km) vorbei laufen wir (ich zuletzt) Richtung Potsdamer Platz (12 km). Dort wartet nicht nur Marie-Theres, sondern ein architektonisch phantastisches Viertel mit Bahnhof, Büro- und Verwaltungsgebäuden, Musicaltheater und Imax-Kino, Restaurants und Geschäften. Kurz vor der Hälfte der Strecke passiert man das Jahndenkmal (Turnvater Jahn!). Es steht gleichsam an der Geburtsstätte des Turnens. Unter den Yorckbrücken (24 km) unterqueren wir 31 Eisenbahngeleise und laufen weiter zum Rathaus Schöneberg (26,5 km). Kennedy sprach hier seine berühmten Worte: "Ich bin ein Berliner". Silvia hat hier bereits andere Gedanken. Durch massive Wadenschmerzen beeinträchtigt, quält sie sich, immer wieder durch Zuschauer und Läufer aufgemuntert, ins Ziel. Auch bei Martin beginnt der bisher hohe Laufrhythmus Spuren zu hinterlassen. Er muss verlangsamen und geniesst dann die letzten 10 km in gemütlichem Trott. In der Schlossstrasse passieren wir die 30-km-Linie.

 Ich fühle mich nach über zwei Drittel der Distanz immer noch ausgezeichnet und überlege mir, ob ich ab 35 km noch ein wenig zulegen kann und soll. Einen guten Kilometer später, "Unter den Eichen" (32 km), fühlt sich meine rechte Wade wie Eichenholz an. Nicht meine entzündete linke Achillessehne hat reagiert, sondern die unwillkürlich stärker belastete rechte Wadenmuskulatur. Obwohl ich immer mit Problemen gerechnet habe, war doch die Hoffnung auf ein Durchkommen grösser. Ich bin enttäuscht und muss zum erstenmal hinkend marschieren. Zuschauer ermuntern mich immer wieder, überholende fordern mich auf, anzuhängen. Am Platz "Wilder Eber" (35,5 km) sorgt eine Samba-Band für Hochstimmung.

Martin Hürzeler

Martin kommt hier zuerst vorbei. Hat er den Samba genossen? 
 

Silvia und einige Minuten später auch ich quälen uns vorbei, aber nicht im Samba-Schritt. Längst bin ich so mit mir selbst und meinen stetig härter werdenden Muskeln beschäftigt, dass ich kein Auge mehr für Umgebung und Sehenswürdigkeiten habe. Vor einigen Kilometern habe ich noch auf eine Massagestelle gehofft. Vergeblich! Eigentlich sollte ich aufgeben, da ich Wadenkrämpfe oder sogar eine Zerrung befürchte. Das will ich aber nicht. Ich entscheide mich für's Durchkämpfen und versuche wenigstens in Rücken, Schultern und Armen locker zu bleiben. Das gelingt halbwegs. Ich schleiche wenig begeistert an einem dichten Kordon begeisterter Zuschauer weiter. Viele Leute wedeln auch jetzt noch mit japanischen Fähnchen. Sie haben mitgeholfen, Naoko Takahashi zu ihrem Weltrekordlauf anzutreiben. Hunderte von Läuferinnen und Läufer überholen mich. Das nehme ich in Kauf. Schneller laufen respektive hinken liegt nicht mehr drin. Vor allem mein rechtes Bein würde den Dienst versagen. Am Ku'damm (41 km) stehen die Zuschauer und Bands noch dichter. Frenetischer Beifall und Sound treiben Läufer und Läuferinnen ins Ziel. Bei mir nützt das nichts. Die Anfeuerungen und Musik empfinde eher als stärenden Lärm. Vor mir tanzt ein Läufer mit seiner Freundin, die unter den Zuschauern gewartet hat, einige Sekunden. Hoffentlich kommt Marie-Theres, die weiter vorne wartet, nicht auf solche Ideen. Den Ku'damm kenne ich. Ich habe ihn mit Marie-Theres am Vortag abspaziert. Heute kommt er mir länger vor. Jemand muss ihn gestreckt haben. Hinter mir ertönt das Horn eines Spitalautos. "Die muss jemand auf mich aufmerksam gemacht haben", überlege ich. Falsch, erfahre ich im Ziel. Da kam ein Läufer einen Kilometer vor dem Ziel nach einem Sturz nicht mehr hoch. Hoffentlich taucht der "Hohle Zahn" (42 km; Bezeichnung der Berliner für den im 2. Weltkrieg ausgebombten Turm der Gedächtniskirche) bald auf. Von hier sind es noch gut 200 m bis ins Ziel. Es ist unglaublich, wie weit 200 m sein können. Vor mir werfen jubelnde Finisher die Arme bei der Zielüberquerung in die Höhe. Ich krieche ins Ziel. Geschafft!

(Fotos unten: Ruedi am Ziel, Martin und Ruedi können bereits wieder lachen - oder vielleicht nur für's Foto?)

Ziel erreicht

Nach der Ziellinie Rettungssanitäter und junge Ärzte, die sich konzentriert nach Kollabierenden umschauen. Mich übersehen sie, oder sie finden dringendere Fälle. Marie-Theres entdeckt mich nach wenigen Minuten und fotografiert. Super - so erholt wie ich aussehe! Rund um mich mehrheitlich zufriedene Menschen. Und das Verrückte? Auch ich bin zufrieden, nicht mit meiner Laufzeit. Zufrieden und froh, dass ich unvernünftig war und nicht aufgegeben habe und dass ich mich durchgebissen habe. Weiter geht's zur wärmenden Plastikhülle und zum Tee. Dieser wird stehen gelassen, als die erste Bierbude auftaucht. Essen kann ich aber immer noch nicht. Bananen und Äpfel werden abgelehnt. Dafür der Körper wieder schluckweise an Pils gewöhnt. An den Massagebetten stehen Schlangen in weissen Plastik eingewickelter Überlebender. Ich tappe weiter. Chipabgabe! Ich muss mich zu Boden setzen, um den Chip aus dem Schuhbändel zu lösen. Zum Aufstehen hätte ich mir fast helfen lassen müssen. Weiter zum "Familientreff". Den Buchstaben "Y" (Kommt als Familienname nicht so oft vor!) hatten wir als Treffpunkt bestimmt. Marie-Theres und Martin warten schon, Silvia ist in der Massage. Und das noch lange. Dafür hat's auch nichts genutzt. Gratulationen zum Überleben. Erster Erfahrungsaustausch und erste Analysen. 


Silvia Schlittler

Fazit

Martin möchte noch dieses Jahr einen weiteren Marathon (Tenero) laufen. Ich werde sicher auch wieder zu einem Marathon starten, sehe aber ein, dass der Bewegungsapparat hundertprozentig intakt sein muss. Silvia will nie wieder einen Marathon laufen. Aber auch das ist nicht sicher.

Glücklicherweise war am Berliner-Marathon kein Todesopfer zu beklagen. Was soll man daraus schliessen? Miltiades hätte einen trainierteren und durch den Hauptsponsor ausgerüsteten Mann aussenden müssen. Oder verlieren.

Bericht von Ruedi Künzli

Folgende LGN-Mitglieder haben den anspruchsvollen Marathon dieses Jahr bewältigt und können sich als Sieger fühlen. Wir gratulieren den LäuferInnen zum tollen Erfolg! (Zum Vergleich die Zeit von Franziska Rochat-Moser 03:15.30)

  • Silvia Schlittler, 03:17:42, Kat.Rang 7
  • Martin Hürzeler, 03:06:10, Kat.Rang 327
  • Ruedi Künzli, 03:20:13, Kat.Rang 206

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